Kurt Kochsiek

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Prof. Dr. Dr. h.c. Kurt Kochsiek (* 3. März 1930 in Oerlinghausen ; † 3. Dezember 2013 in Würzburg) war Mediziner und Direktor der Universitätsklinik Würzburg.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Kurt Kochsiek begann im Sommersemester 1950 in Mainz mit dem Studium der Medizin, wechselte zum Wintersemester 1952/53 nach Göttingen und im folgenden Studienhalbjahr nach Zürich, um die letzten zwei Jahre seines Studiums in Heidelberg zu absolvieren. In den Semesterferien famulierte er in Krankenhäusern im seinem Geburtsort nahegelegenen Bielefeld. Nach dem im Herbst 1955 bestandenen Staatsexamen arbeitete Kochsiek als Assistent und Doktorand im Pathologischen Institut von Heidelberg. 1956 ging er als Medizinalassistent an die Medizinische Klinik nach Göttingen, wo er seine spätere Frau kennenlernte und seine vier Kinder geboren wurden. [1] In Göttingen war Kochsiek Schüler von R. Schoen und W. Creutzfeldt. Dort war er auch für mehrere Jahre als leitender Oberarzt tätig. Ab 1973 war er Ordinarius und Ärztlicher Direktor an der Medizinischen Universitätsklinik Tübingen.

Professor in Würzburg[Bearbeiten]

Der Herz- und Kreislaufspezialist Kurt Kochsiek übernahm als Nachfolger von Hans-Adolf Kühn am 1. September 1980 den Lehrstuhl für Innere Medizin der Universität Würzburg und die Leitung der Medizinischen Klinik I. In Forschung und Lehre gab er wegweisende Impulse für die Weiterentwicklung der Medizinischen Fakultät. 1989-91 vertrat er die Fakultät zudem als Dekan. Sein Würzburger Wohnsitz war der Mittlere Neubergweg 34. 1994 wurde Kochsiek zum Ärztlichen Direktor des Universitätsklinikums ernannt und baute dieses in der Folge zu einer medizinischen Einrichtung von internationalem Rang aus. Insbesondere begründete er dessen heutiges Renommee im Bereich der Herz-Kreislauf-Forschung. Auch nach der Emeritierung blieb Kochsiek der Klinik und der Wissenschaft verbunden, hatte u.a. noch den Vorsitz im Wissenschaftsrat inne. Sein wissenschaftliches Werk umfasst über 450 Arbeiten, darunter befinden sich mehrere Lehrbücher für Innere Medizin.

Letzte Ruhestätte[Bearbeiten]

Er fand seine letzte Ruhestätte auf dem Würzburger Hauptfriedhof.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Kurt Kochsiek: 50 Jahre Innere Medizin (Vortrag anlässlich des 1. Alumnentreffens der ehemaligen Mitglieder der Medizinischen Universitätsklinik Würzburg am 28. September 2002 im Gartenpavillon des Juliusspitals Würzburg), Würzburger medizinhistorische Mitteilungen 22 (2003), S. 541-547
  • Kurt Kochsiek und Peter Deeg: Die Geschichte der medizinischen Universitätsklinik im Luitpoldkrankenhaus 1921-1981, in: Vierhundert Jahre Universität Würzburg. Eine Festschrift, hrsg. von Peter Baumgart, Verlag Degener & Co., Neustadt an der Aisch 1982, S. 909-919, S. 919

Weblinks und Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kurt Kochsiek: 50 Jahre Innere Medizin, Würzburger medizinhistorische Mitteilungen 22 (2003), S. 541-547, S. 541 f.