Hauskapelle Elisabethenheim (Würzburg)

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Die Hauskapelle des Elisabethenheims hat eine Vielzahl an Platzwechseln und Umgestaltungen erlebt.

Geschichte[Bearbeiten]

Vorgängerkapellen[Bearbeiten]

Innenansicht der Hauskapelle des Eliabethenheims (1940)

Nach Gründung des Trägervereins Elisabethenheim Würzburg e. V. im Jahr 1853 und der Ankunft der Niederbronner Schwestern wurde auch der Wunsch nach einer eigenen Hauskapelle geäußert. In den Anwesen Bibrastraße 13 bzw. Kettengasse 1 hatte das Elisabethenheim sein erstes Domizil. Die erste Hauskapelle konnte am 2. Dezember 1856 von Bischof Georg Anton von Stahl geweiht werden. Mit Gründung der eigenen Kongregation 1866 reichten die Räumlichkeiten nicht mehr aus und der Verein mietete zunächst das alte Pleicher Schulhaus und konnte ein Jahr später das heutige Elisabethenheim in der Bohnesmühlgasse 16 käuflich erwerben. Nach dem Weggang der Niederbronner Schwestern übernahm die Kongregation der Franziskanerinnen von Maria Stern die Leitung des Heimes. Nach der Einrichtung einer kleinen Hauskapelle erfolgte der Anbau und die Erweiterung des Hauses um ein weiteres Stockwerk, in das eine Hauskapelle eingebaut werden sollte. Am 23. Juni 1891 wurde die Kapelle von Bischof Franz Joseph von Stein ihrer Bestimmung übergeben werden. 1926 bekam der Kunstmaler Eulogius Böhler den Auftrag, die Kapelle neu zu gestalten.

Heutige Hauskapelle[Bearbeiten]

Anfang der 1930er Jahre war wiederum die Kapazitätsgrenze des Heimes erreicht, so dass man sich zu einem Neubau entschloss. Nach Abriss der vorher erworbenen Nachbarhäuser wurde 1933 ein Westflügel angebaut, in dem auch eine zweigeschossige Kapelle mit Orgelempore Platz fand. Am 10. Juli 1935 weihte Bischof Matthias Ehrenfried die neue Hauskapelle mit einem feierlichen Pontifikalamt ein. Da beim Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 das Elisabethenheim fast verschont blieb, die benachbarte Pfarrkirche St. Gertraud aber zerstört wurde, fanden in der Nachkriegszeit in der Hauskapelle die Gottesdienste der Pfarrgemeinde statt und der damalige Stadtpfarrer Alfons Kempf wurde im Heim beherbergt. Ab 1949 wurde eine Neugestaltung der Kapelle unter der Mitarbeit von Dombaumeister Hans Schädel begonnen und 1955 mit der künstlerischen Ausgestaltung von Prof. Albert Helm vollendet. 1978 wurde im Nachgang des Zweiten Vatikanischen Konzils der Altarraum umgestaltet und 2010 nochmals renoviert, um den Einbau neuer Tontechnik und den barrierefreien Zugang für Rollstuhlfahrer zu gewährleisten und Wärmedämmmaßnahmen zu integrieren. Bisherige Provisiorien aus Holz wurden durch feste Einbauten aus Muschelkalk ersetzt und übertünchte Wandfresken freigelegt.

Heutige Kunstwerke im Innenraum[Bearbeiten]

  • Kreuzweg und Wandfresko (Prof. Albert Helm (1955), erst nach der letzten Renovierung wieder freigelegt)
  • Linker Seitenaltar: Immaculata
  • Rechter Seitenaltar: Bild der hl. Elisabeth
  • Pieta über dem Eingang

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]