Grabenmühle

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Die mittelalterliche Grabenmühle an der Kürnach hatte ihren Namen von dem neben ihr liegenden Stadtgraben.

Lage[Bearbeiten]

Von der Bürgerspitalmühle floss die Kürnach zunächst an der Vorderfront des Bürgerspitals entlang und schwenkte dann an der Stelle, wo früher Grabenbrücke am Eingang zur Semmelsgasse stand, etwas nach Osten um dann nördlich der Straße unter den Häusern weiterzufließen bis zum Ende der heutigen Theaterstraße, des früheren Äußeren Grabens.

Geschichte[Bearbeiten]

Zum ersten Mal findet die Mühle, allerdings noch ohne Namen, im Lehenbuch des Bischofs Andreas von Gundelfingen im Jahre 1303 Erwähnung, wo Herbordus von Nichte zwei Mühlen an der Kürnach zu Lehen erhält, die als die spätere Grabenmühle und die Gansenmühle vorm Ochsentor anzusehen sind. Auch spätere Verleihungen nachfolgender Bischöfe bestätigen diese Annahme. So erhielten drei Söhne eines gewissen Lutzmann in der Zeit zwischen 1317 und 1322 ein Lehen von 6 Malter [1] Weizen „de molendino Neinrici dicti Nagelsbergers Mul“. 1359 erhielten zwei Brüder Lutzmann wieder diese beiden Mühlen als Lehen, wobei die Lage beschrieben wird: „ante portam Hauge Nagelspergs mul dictum“. Die Grabenmühle hieß um diese Zeit noch „Nagelsbergsmühle“ nach einem früheren Besitzer.

Im 15. Jahrhundert wechselte der Name zu Grabenmühle. Als Bischof Julius Echter von Mespelbrunn das Juliusspital in der Zeit von 1576 bis 1585 erbauen ließ, dachte er auch an die Einrichtung einer eigenen Mühle für den Bedarf seiner Stiftung. Da aus dem Lauf der Kürnach kein weiteres Gefälle zu gewinnen war, kaufte er am 12. November 1576 von den damaligen Besitzern die Grabenmühle. Da Julius Echter seine Mühle im Spital selbst errichten wollte, verlegte er die Mühle ins Juliusspital und errichtete die Juliusspitalmühle.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen und Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Hinweise und Erläuterungen[Bearbeiten]

  1. Nähere Informationen zum Hohlmaß „Malter“ bei Wikipedia [1]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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