Franz Josef Bendel

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Geistlicher Rat Dr. Franz Josef Bendel (* 23. November 1875 in Mariaschein/Böhmen; † 19. Februar 1950 in Würzburg) war katholischer Geistlicher und leitete das Diözesanarchiv im Bistum Würzburg.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Nach dem Besuch des humanistischen Gymnasium begann er 1895 ein vierjähriges Philosophie- und Theologiestudium. Am 9. Juli 1899 wurde er zum Priester geweiht. Er wurde schon 1907 nach der Kaplanszeit wegen eines chronischen Halsleidens aus dem aktiven Priesteramt in den Ruhestand versetzt. Bendel Begann nach einer kurzen Zeit als Hofmeister Bei Graf von Thun in Trient, mit dem Stuium der mittelalterlichen Geschichte und historischen Hilfswissenschaften an den Universitäten Innsbruck und Wien. 1906 promovierte er und ein Jahr später legte er das Staatsexamen ab. Durch Prof. Anton Chroust kam er 1907 nach Würzburg und wurde wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gesellschaft für Fränkische Geschichte bis zum Zerwürfnis der beiden im Jahr 1910.

Leiter des Diözesanarchivs[Bearbeiten]

Nach Jahren als Privatgelehrter wurde er 1920 Mitarbeiter im Bischöflichen Diözesanarchiv und ließ sich 1936 inkardinieren. [1] Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges und der Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 zwangen ihn fast zur Untätigkeit. Das Bischöfliche Ordinariat war bis 1950 im Kloster Oberzell ausquartiert, trotzdem kümmerte er sich, so gut es seine Armlähmung nach einem Hirnschlag zuließ, um den Fortgang der diözesangeschichtlichen Forschung.

Publikationen[Bearbeiten]

Bendel war ab 1933 war er Herausgeber der Würzburger Diözesangeschichtsblätter. Seine schriftstellerischen Veröffentlichungen beschäftigten sich vorrangig mit der mittelalterlichen Geschichte des Hochstiftes Würzburg.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Thomas Wehner (Hrsg.), Direktorium der Diözese Würzburg, Gesamtausgabe 2014/2015, S. 71

Weblinks[Bearbeiten]