Fahrradgaragen

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Neben dem Angebot des überwachten Fahrradparkplatzes zählt es zu den Zielen der Stadt Würzburg, zukünftig mehrere überdachte Fahrradgaragen im Stadtgebiet zu errichten. Es handelt sich dabei um wettergeschützte Unterstellmöglichkeiten für den Fahrradverkehr, deren Wände aus bedruckten Glaselementen bestehen: Die Glasfassaden zeigen Würzburger Sehenswürdigkeiten (Alter Kranen, Stadtsilhouette, Festung, Alte Mainbrücke), über den Eingängen befindet sich der Schriftzug „Fahrradgarage“ mit dem Logo der Stadt Würzburg. Es handelt sich bei den Garagen um Eigenentwicklungen der Stadt Würzburg. Unmittelbar in der Nachbarschaft befinden sich Gepäckschließfächer, darüber hinaus sollen die Garagen auch mit Ladestationen für E-Bikes ausgestattet werden.

Fahrradgarage Karmelitenstraße[Bearbeiten]

Am 27. April 2012 wurde die erste Fahrradgarage am südlichen Ende der Karmelitenstraße / Ecke Kärrnergasse von Oberbürgermeister Georg Rosenthal eingeweiht. Die Garage bot in der Anfangszeit 20 Stellplätze und 18 Gepäckschließfächer. Mittlerweile wurde die Kapazität auf 28 Stellplätze erhöht: Über spezielle, absenkbare Schlitten können Fahrräder nun auch auf einer zweiten Ebene verstaut werden. Hierzu fährt man die Schlitten aus, senkt diese ab und befestigt darauf sein Fahrrad. Anschließend schiebt man Schlitten inklusive Fahrrad wieder nach oben. Für die Fahrradgarage mussten drei PKW-Stellplätze weichen. Für Kontroverse sorgten außerdem die Kosten von 100.000 Euro. Die Stadt begründete die hohen Ausgaben mit der Tatsache, dass es sich um einen Prototyp handelte - weitere Garagen würden weitaus billiger ausfallen.

Fahrradgarage Sternplatz[Bearbeiten]

Einweihung der Fahrradgarage am Sternplatz

Die Fahrradgarage am Sternplatz wurde am 9. Oktober 2018 eingeweiht. Sie bietet künftig 32 Fahrrädern einen witterungsgeschützten Abstellplatz und ersetzt drei Pkw-Stellplätze. Gegenüber auf dem gleichen Platz finden sich zusätzlich 30 freistehende Radstellplätze. Oberbürgermeister Christian Schuchardt würdigte bei der Einweihung die große Kapazität, die auf kleinem Raum geboten wird, und dankte Baureferenten Prof. Christian Baumgart für diese zwar räumlich kleine, aber wichtige Baumaßnahme. Die Fahrradgarage entstand in Modulbauweise, angepasst und weiterentwickelt von den städtischen Abteilungen Hochbau und Tiefbau. Fundament und Aufbau übernahm der städtische Bauhof. Statt der in einer ersten Kostenschätzung anvisierten 85.000 Euro waren dank guter Zusammenarbeit nur noch 40.000 nötig. Eine ähnliche, aber doppelt so große Fahrradgarage entstand auch auf der Talavera[1]

Fahrradgarage Talavera[Bearbeiten]

Einweihung der Fahrradgarage an der Talavera

Einen witterungsgeschützten Stellplatz für 64 Fahrräder bietet die neue doppelstöckige Fahrradgarage an der Talavera, direkt gegenüber der Straßenbahnhaltestelle. Ergänzend dazu wurden 40 freistehende Fahrradstellplätze geschaffen. Die Stadt Würzburg erweitert damit die bereits bestehende Park & Ride-Möglichkeit an der Talavera mit Park & Bike und Bike & Ride. „Auf Grundlage des Radverkehrskonzepts schaffen wir jedes Jahr kilometerweise Radstrecken“, erklärte Oberbürgermeister Christian Schuchardt, der den Fahrradstellplatz gemeinsam mit Baureferent Benjamin Schneider am 2. April 2019 eröffnete. „An diesem mittleren Verkehrsknotenpunkt ist die Fahrradgarage eine sinnvolle Bereicherung.“ Schuchardt betonte Radverkehr als „gelebten Klimaschutz“, denn jede zweite Autofahrt in der Stadt ist kürzer als 5 km: „Das Ersatzpotenzial für Pkw-Fahrten durch den Radverkehr ist beachtlich. Radverkehr ist ein Teil der Lösung der Herausforderung urbaner Mobilität.“ Baureferent Benjamin Schneider würdigte die „hervorragend umgesetzte“ bauliche Herausforderung durch den städtischen Tiefbau und Hochbau, der Bauhof übernahm Fundament und Aufbau. Schneider kündigte weitere Fahrradgaragen für die Innenstadt an. Dazu werden aktuell Standorte abgestimmt. Die Fahrradgarage ist die bislang dritte in Würzburg. [2]

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pressemitteilung der Stadt Würzburg vom 9. Oktober 2018
  2. Pressemitteilung der Stadt Würzburg vom 2. April 2019