Ernst Luther

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Ernst Luther (* 1. November 1894 in Gnodstadt; † 3. August 1966 in Gerolzhofen) war Volkskundler und unterfränkischer Mundart- und Heimatdichter.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Luther lebte Zeit seines Lebens in vielen fränkischen Städten, so auch in Würzburg. Neben mundartlichen Gedichten in „liedhaft-volkstümlichem Ton“ verfasste Luther auch Reime in hochdeutscher Sprache und Aufsätze über fränkische Orte, Bräuche und Personen. Als Volkskundler sammelte er Redewendungen, Sprichwörter und Ausdrücke. Er selbst verstand sich als „Künder mainfränkischen Volks- und Bauerntums.“ In seiner der Hitlerjugend gewidmeten Anthologie „Zabelstein“ dichtete er 1933, dem Geist seiner Zeit entsprechend durch die Blut-und-Boden-Ideologie verführt: „Wir Bauern und wir Städter, erstarkt in Einigkeit, wir stehn in Sturm und Wetter, dem Führer treu zur Seit“. [1]

Werke (Auszug)[Bearbeiten]

  • 1919: Hollersträuweli
  • 1921: Kärwa-Tanzbouda-Schelma- und Lumpeliedla
  • 1925: Franken-Volk-Land
  • 1931: Unkenmühle
  • 1933: Zabelstein - Heimat und Volkstümliches aus Franken
  • 1940: Am Dorfbrunnen - Ein Buch aus Franken
  • 1955: Franke-Wei

Heimatpflege[Bearbeiten]

Luther zählt zu den Mitinitiatoren des Frankenbundes.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Richard Zürrlein: Literatur im provinziellen Umfeld, in: Unterfränkische Geschichte, hrsg. von Peter Kolb und Ernst-Günter Krenig, Band 5/2, Echter Verlag, Würzburg 2002, S. 377-466; S. 427 und 448

Literaturhinweis[Bearbeiten]