Ehemalige Augenklinik

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Ehemalige Augenklinik

Die Ehemalige Augenklinik ist ein Baudenkmal am Röntgenring.

Standort[Bearbeiten]

Das ehemalige Klinikgebäude steht am Röntgenring 12, das zugehörige Hörsaalgebäude stand am Kranenkai 34 auf dem Gelände des heutigen Congress Centrum Würzburg.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 1. Mai 1901 [1] wurde das Gebäude der 1900 bis 1912 durch Carl von Heß geleiteten Augenklinik am Röntgenring eröffnet. Dieser von Bauamtmann Rudolf von Horstig entworfene und 1898 begonnene Institutsneubau war dazu bestimmt, die bis dahin teils als Poliklinik im medizinischen Kollegienhaus, teils als Augenkrankenstation im Welz-Haus unvollkommen beherbergte Augenklinik in einer, den neuen Ansprüchen entsprechenden Weise unterzubringen und die verschiedenen Zwecke der stationären Krankenbehandlung, des poliklinischen Betriebs, der experimentellen Forschung und des klinischen Unterrichts zu erfüllen. Allen diesen Zwecken wurde in der ehemaligen Universitäts-Augenklinik, die zunächst über eine Zahl von 83 Betten verfügte, in mustergültiger Weise lange Zeit gedient.

Im Unterschied zu Kliniken anderer Art und Bestimmung waren um der minder grellen Raumerhellung willen die Krankenräume in ihrer überwiegenden Zahl nach Norden, in diesem Falle also nach der Straße, dem Röntgenring, ausgerichtet. Dieser Umstand hatte durch den seinerzeit unvorhersehbaren Straßenverkehr eine starke Lärmbelästigung zur Folge.

Beim Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 kam es zu vergleichsweise geringen Schäden am Gebäude. Da die Räumlichkeiten jedoch zur Einquartierung von Soldaten genutzt wurden, übersiedelte die Augenklinik in die Brauerei nach Kaltenhausen. Nach der Kapitulation wurde das Klinikgebäude in Würzburg vom amerikanischen Militär eingenommen. Zu dieser Zeit ging das Archiv der Augenklinik verloren. [2]

Baubeschreibung[Bearbeiten]

„Krankenhaus, Universitätsaugenklinik, dreigeschossiger Mittelteil mit Mansardwalmdach sowie Mittelrisalit mit Portalfassade, zweigeschossige Eckrisalite mit Balustradenbekrönung, Putzmauerwerk mit Putz- und Sandsteingliederungen, Neubarock, Rudolf von Horstig d`Aubigny, bez. 1900; Hörsaalgebäude, zweigeschossiger belvedere-artiger Mansardwalmdachbau über verzogenem Oktogon, Putzmauerwerk mit Sandsteingliederungen, Neubarock, um 1900; Einfriedung, schmiedeeiserne Zaunelemente zwischen Sandsteinpfeilern, um 1900.“

Heutige Nutzung[Bearbeiten]

Im Erdgeschoss betreibt das Studentenwerk Würzburg die Mensa Röntgenring.

Bildergalerie[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellenr[Bearbeiten]

Pressespiegel[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. C. Hess: Die neue Universitäts-Augenklinik in Würzburg. Zeitschrift für Augenheilkunde 6 (1901), Nr. 3, S. 203–208; S. 203
  2. Heinz Fischer: Geschichte der Augenklinik zu Würzburg seit 1855. Medizinische Dissertation, Würzburg 1968, S. 51-53 (zitiert)

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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