Burkard Utz

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P. Dr. h.c. Burkard II. Utz OSB (* 5. November 1892 in Sommerach/Main; † 23. Juni 1960 in Würzburg) war Benediktinerpater und 72. Abt in Münsterschwarzach.

Geistliche Laufbahn

Burkhard Utz trat 1912 in die Benediktinerabtei Münsterschwarzach ein, legte 1913 seine Ordensgelübde ab. Er studierte anschließend an der Universität Würzburg Philosophie und Theologie. Unterbrochen wurde sein Studium durch den Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg, in dem er sich in einem Ulanen-Regiment auszeichnete. 1921 wurde er zum Priester geweiht. In den folgenden anderthalb Jahrzehnten stand er in der Jugendausbildung. Von 1921 bis 1926 war er Präfekt im Missionsseminar St. Ludwig bei Wipfeld, von 1926 bis 1928 dessen Rektor und von 1928 bis 1937 Superior im Studienkolleg St. Benedikt zu Würzburg.

Abt in Münsterschwarzach

Am 11. März 1937 wurde er vom Konvent zum zweiten Abt seit der Wiederbesiedelung gewählt. Am 11. April 1937 empfing er durch Bischof Matthias Ehrenfried die Benediktion. Der geplanten Aufhebung des Klosters durch die Nationalsozialisten stellte er sich energisch entgegen. Erst nach seiner kurzzeitigen Inhaftierung durch die Gestapo kam es am 9. Mai 1941 zur Auflösung und Beschlagnahme der Gebäude, in denen ein Lazarett eingerichtet wurde. Nach seiner Freilassung wurde das Kloster Oberzell seine Zufluchtsstätte. Von dort versuchte er die meist zum Kriegsdienst herangezogenen Mönche zu betreuen. Nach dem Zweiter Weltkrieg begann er mit dem inneren und äußeren Wiederaufbau des Klosters und der zugehörigen Häuser St. Ludwig und in Würzburg, wo das Studienkolleg beim Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 vollständig zerstört worden war. Am 31. Mai 1959 legte Burkhard II. aus gesundheitlichen Gründen sein Amt als Abt nieder. Ein später verstarb er in der Missionsärztlichen Klinik.

Ehrenamtliche Tätigkeit

Lange Jahre war er zweiter Vorsitzender des Missionsärztlichen Instituts und der Vereinigung der deutschen Ordensoberen.

Ehrungen und Auszeichnungen

Letzte Ruhestätte

Er wurde der Scholastika-Kapelle der Abteikirche zu Münsterschwarzach beigesetzt.

Siehe auch

Weblinks