Burg Falkenberg

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Der Felsvorsprung, auf dem links ehemals die Burg stand
Burgplateau, links die Reste des Bergfrieds
Mauerreste im Südosten

Im 12. Jahrhundert existierte die Burg Falkenberg (oder auch Falkenburg) auf dem Volkenberg am nördlichen Ende des heutigen Ortes Erlabrunn.

Namensgeber[Bearbeiten]

Der Name Falkenburg basiert auf dem früheren Namen des Volkenberg: Falkenberg. Dieser wurde Folgeberch ausgesprochen woraus im Laufe der Zeit Volkenberg entstand.

Geschichte[Bearbeiten]

Um 1170 wurde zwischen dem heutigen Veitshöchheim und Thüngersheim eine Burg auf dem Ravensberg errichtet, die Ravensburg. 1178 wird erstmals der Name Heinrich I. von Ravensburg urkundlich erwähnt. Zur gleichen Zeit entstand auf der anderen Mainseite etwa ein Kilometer nördlich eine kleinere Burg Falkenberg, die durch Bodo I. von Ravensburg ab 1170 mit Genehmigung durch Kaiser und Bischof errichtet wurde und dem Lehnsmann Heinrich Hund von Falkenberg gehörte. Zusammen konnten sie den Schiffsverkehr nördlich von Würzburg kontrollieren. Speziell die Route zwischen Würzburg und der neu gegründeten Stadt Karlstadt bot dabei Konfliktpotential.

Ende der Burg[Bearbeiten]

Am 3. Dezember 1202 ermorden die Falkenburger und Ravensburger den Bischof Konrad von Querfurt. Als Strafmaßnahme für die Ermordung des Bischofs wurden die Falkenburg und die Ravensburg 1203 geschleift. Papst Innozenz III. belegte die beiden Mörder mit einem Bannfluch, aus dem die beiden sich jedoch unter strengen Auflagen wieder lösen konnten. Ein Wiederaufbau der Burgen gelang jedoch nicht.

Heutiges Erscheinungsbild[Bearbeiten]

Bis 1991 war von der Burg bei Erlabrunn nichts bekannt. Es war nur die Geschichte der Falkenburg überliefert. Diese wurde ursprünglich mit der Burg Falkenstein im Steigerwald gleichgesetzt. Erst durch eine Lokalisierung durch Peter Rückert wurde die Burg am südlicher Bergsporn des Volkenberges bekannt.

Heute sind nur noch der halbrunde Halsgraben und wenige Mauerreste von der Ruine zu sehen. Ein Innenwall zeichnet sich noch ansatzweise ab. Auf dem darin gelegenen Burgplateau erkennt man bei genauem Hinsehen noch den kreisrunden Umriss des früheren Bergfrieds mit einem Durchmesser von etwa sieben Metern. Südöstlich bis östlich zum Ort hin befinden sich weitere Mauerreste im Hangbereich. Eine Informationstafel weist heute auf die ehemalige Burg hin.

Bilder[Bearbeiten]

Besucherinformation[Bearbeiten]

Zur Burgruine gelangt man am besten zu Fuß oder mit dem Mountainbike, indem man der Straße Am Altenberg bergaufwärts folgt. Man kann sich auch aus östlicher Richtung über Trampelpfade auf den Weg begeben, diese Route ist jedoch steil und erfordert festes Schuhwerk. Vom früheren Standort der Burg bietet sich eine eindrucksvolle Aussicht, bei gutem Wetter kann man bis zur Frankenwarte schauen. Umgeben ist das frühere Burggelände vom größten Schwarzkieferwald Deutschlands.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Joachim Dittrich: Burgruinen in Unterfranken – rund um Würzburg. Verlag Michaela Naumann, Nidderau 2006, ISBN 3-936622-74-4, S. 93–98.
  • Peter Rückert: Ravensburg und Falkenberg - Die Geschichte zweier Burgen in der Stauferzeit. Selbstverlag der Flurbereinigungsdirektion Würzburg (Hrsg.). 1992.
  • Reineldis Roth: Gebrochene Schwingen : historisches Schauspiel aus dem 13. Jahrhundert Erlabrunn, Männergesangverein 1995 ISBN 3929411059, 73 S.

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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