Bollinger See Nord (Höchberg)

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Bollinger See Nord

Der Bollinger See Nord (auch: Pollinger See) ist ein etwa 4,2 Hektar großes, flächenhaftes Naturdenkmal südwestlich von Höchberg.

Lage

Der Bollinger See Nord (332 m über N.N.) liegt in der Waldlage „Tiergarten“ in einer langgestreckten Mulde auf Höchberger und Waldbüttelbrunner Gemarkung, nördlich des Eisinger Erbachshofs, westlich der Bundesstraße 27 und südlich der Eisinger Höhe angrenzend an das Waldgebiet „Lochholz“ im Westen. Die Gebiete der Naturdenkmale Finstersee und des Tiergartensumpfs grenzen unmittelbar im Osten bzw. Süden an. Der Bollinger See Süd liegt in etwa 100 m Entfernung im Süden.

Namensgebung

Der Bollinger See hat seinen Namen höchstwahrscheinlich vom früheren Begriff für ein junges Pferd. [1] [2] Der Name „Am Bollinger See“ für das Gebiet findet sich bereits in der Uraufnahme im BayernAtlas. [3]

Geschichte

Die Nord- und Westgrenze des Schutzgebiets folgt der früheren Äußeren Landwehr von Würzburg.

Pflanzenarten

Etwa zwei Drittel der Gesamtfläche des Moores ist geprägt durch Schwingrasen, der sich wiederum primär aus Seggen (Sauergrasgewächse, wie z.B. Schnabel-Segge, Steifsegge) und Torfmoosen bildet. Wasserschierling und Sumpf-Haarstrang werden wiederum stark durch Binsengewächse wie Flatter-Binse verdrängt.

Das Gebiet beheimatet darüber hinaus Weiden, Birken, Erlen (Erlenbruchwald), Riedgräser und Kräuter. Bedroht ist das Schutzgebiet insbesondere durch den Eintrag von Dünger der nördlich bzw. nordwestlich oberhalb angrenzenden Felder sowie durch den Klimawandel (Trockenheit).

Schutzstatus

Der Bollinger See Nord ist seit dem 25. März 1938 als flächenhaftes Naturdenkmal ausgewiesen und trägt die Nummer ND060. [4] [5] Das Gebiet ist Teil des Bannwalds in der Region Würzburg und der Teilfläche 01 des FFH-Gebiets Irtenberger und Guttenberger Wald.

Besucherinformation

Von Höchberg aus erreicht man das Gebiet über den Grundweg. Vom Erbachshof aus führt die früherere Straße nach Waldbüttelbrunn zu dem Naturdenkmal. Der Naturweg der Gemeinde Höchberg führt am Süddrand des Schutzgebiets entlang. [6] Für den Besuch des Moors empfiehlt sich festes Schuhwerk und zur Jagdzeit eine möglichst auffällige Kleidung (z.B. Warnweste).

Verboten sind Reiten, das Füttern von Enten, Grillen, Zelten, Abkehren von Wegen, Betreten des Moores und Schlittschuh-Laufen.

Bildergalerie

Siehe auch

Quellen und Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kartenausschnitt

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