Bahnhof Würzburg-Heidingsfeld West

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Bahnhof Würzburg-Heidingsfeld West (Westbahnhof) mit Stellwerk
Ehemaliges Empfangsgebäude
Emailleschild „Würzburg-Heidingsfeld West“

Der Bahnhof Würzburg-Heidingsfeld West liegt nahe der Zusammenführung der Bahnstrecken aus Treuchtlingen und Lauda im Würzburger Stadtbezirk Heidingsfeld. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Bahnhof geschichtlich bedingt meist Westbahnhof genannt.

Lage[Bearbeiten]

Der ehemalige Haltepunkt mit der Postanschrift Am Westbahnhof 7 befindet sich an der abzweigenden Strecke nach Lauda bei Kilometer 153,7.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Bahnhof wurde von 1866 bis September 1987 bedient.[1] Zugang gewährte bis Ende der 1980er Jahre ein Fußgänger-Treppenabgang mittig von der Hofmannsbrücke (heute: Resenbrücke) am Nordende bzw. wie auch heute noch die Straße Am Westbahnhof, einer Stichstraße abgehend von der Stuttgarter Straße. Das ehemalige Bahnhofsgebäude wird heute privat genutzt. Die zurückgebauten Außenbahnsteige werden im Rahmen der Wiedereröffnung neu errichtet.

Bahnhofsanlage[Bearbeiten]

Herzstück der Bahnhofsanlage bildet das erhaltene Empfangsgebäude mit Anbau. Das markante Bauwerk befindet sich in einem sehr guten Zustand und wurde baulich im äußeren Erscheinungsbild kaum verändert. So sind noch heute an der Fassade die in Schwarz ausgeführten Schriftzüge „Heidingsfeld“ bzw. „Heidingsfeld West“ wahrnehmbar. In Richtung der Bahnstrecke nach Lauda (zwei Durchgangsgleise, ein Überholgleis) befindet sich am Empfangsgebäude ein Emailleschild „Würzburg-Heidingsfeld West“ vergleichsweise jüngeren Datums. Sehenswert ist der weite, mit Bögen gestützte Dachüberstand gen Westen zu den Gleisen hin. Östlich vor dem Gebäude befindet sich ein kleiner unbefestigter Bahnhofsvorplatz.

Die Bahnsteige wurden zurückgebaut und lassen sich lediglich noch erahnen. Eine neue Lärmschutzwand trennt heute das Bahnhofsgebäude von der Bahnstrecke nach Treuchtlingen (zwei Durchgangsgleise). Nördlich an das Empfangsgebäude anschließend befindet sich außerdem noch – exakt zwischen den beiden Bahnstreckenästen gelegen – ein Stellwerk mit gelbgrüner Fassade (Kürzel: WHf). Das Stellwerk wurde 1961 als Siemens-Gleisbildstellwerk, Typ Dr S3(2), in Betrieb genommen und im Juli 2016 auf einen zeitgemäßen elektronischen Betrieb umgestellt.

Zukunft[Bearbeiten]

Die symbolische Weitergabe der VAst an den Landkreis Würzburg wurde von den Verantwortlichen am Standort des künftigen Halts in Heidingsfeld an der Bahnunterführung am Heriedenweg vollzogen.

Der VCD Kreisverband Mainfranken-Rhön und der Arbeitskreis ÖPNV der Agenda 21 setzen sich schon seit mehreren Jahren für die Reaktivierung eines Bahnhofs in Heidingsfeld ein. Ein ausreichendes Fahrgastpotential sei hier vorhanden, da im gesamten Süden der Stadt Würzburg kein Bahnhaltepunkt existiere. Von Seiten des VCD und der Agenda 21 wird als geeigneter Standort der ehemalige Westbahnhof empfohlen – mit Bahnsteigen jedoch an beiden Bahnstrecken, allerdings einige hundert Meter südlich im Bereich der Eisenbahnbrücke über den Heriedenweg, da hier günstige Umsteigebeziehungen zur nahen Haltestelle Klingenstraße der Straßenbahnlinie 3 und Straßenbahnlinie 5 und der Haltestelle Hofmannstraße der Buslinie 311/312 geschaffen werden.

Auf einer Pressekonferenz gab Oberbürgermeister Christian Schuchardt am 9. Februar 2015 noch bekannt, dass aus verschiedenen Gründen die Reaktivierung des Heidingsfelder Ostbahnhofs zunächst bevorzugt behandelt wird: Beim Westbahnhof hätte die Stadt 4,2 Millionen Euro für eine aufwändige Aufweitung der Bahnunterführung Heriedenweg tragen müssen, um einen Zugang zum Haltepunkt schaffen zu können. Die Fahrgastzahlen wurden für den westlichen Haltepunkt außerdem niedriger prognostiziert als für den Ostbahnhof. [1] Der Stadtrat entschied unterdessen mit einer Mehrheit von 23:22 Stimmen, dass die Stadt sich weiterhin für eine Aufnahme des Westbahnhofs in das Sonderinvestitionsprogramm „Stationsoffensive Bayern“ und damit für eine mögliche Reaktivierung einsetzen soll. [2]

Mittlerweile wurde der Haltepunkt Würzburg-Heidingsfeld West als Nachrücker in das Sonderinvestitionsprogramm „Stationsoffensive Bayern“ aufgenommen. Die Stadt Würzburg unterzeichnete die „Verkehrliche Aufgabenstellung“ (VAst), die die notwendigen Maßnahmen für die Reaktivierung zwischen den Projektbeteiligten festsetzt. Diese VAst wurde am 21. Juli 2017 am geplanten Standort des Haltepunktes nahe der Unterführung Heriedenweg symbolisch dem Landkreis Würzburg zur Mitzeichnung übergeben. Eine Wiederbelebung des Bahnhaltepunkts erfolgt bis 2026 und hat ein Volumen von rund 3,5 Millionen Euro. [3]

Bilder[Bearbeiten]

ÖPNV[Bearbeiten]

Bus.png Nächste Bushaltestelle: Wendelweg
Straßenbahn.png Nächste Straßenbahnhaltestelle: Klingenstraße


Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise/Anmerkungen[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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