August Wilhelm Antonius Graf Neidhardt von Gneisenau

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Generalfeldmarschall August Wilhelm Antonius Graf Neidhardt von Gneisenau

August Wilhelm Antonius Graf Neidhardt von Gneisenau (* 27. Oktober 1760 in Schildau/Sachsen; † 23. August 1831 in Posen) war preußischer Generalfeldmarschall und Heeresreformer.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Nachdem der Knabe zum Vollwaisen geworden war, nahm ihn 1767 sein Großvater mütterlicherseits, der Würzburger Ingenieuroberst Michael Anton Müller, der in der Domerschulstraße 11 wohnte, zu sich und ließ ihn durch Jesuiten und im Franziskanerkloster erziehen. 1772 erbte er von seinem verstorbenen Vater ein kleines Vermögen und übersiedelte nach Erfurt, wo er sich an der Universität immatrikulierte.

Militärische Laufbahn[Bearbeiten]

Schon ein Jahr später schlug der die militärische Laufbahn ein. 1779 trat er in österreichische, 1780 in Ansbach-Bayreuthische Dienste. 1782 wurde er als Leutnant mit seinem Regiment nach Amerika geschickt, um für England zu kämpfen. 1783 kehrte er nach Europa zurück und erhielt 1786 eine Anstellung als Premierleutnant in der preußischen Armee. Bekannt wurde Gneisenau durch seine Prophezeiung, daß Preußen infolge seiner Vernachlässigung des Heeres den Franzosen nicht gewachsen sei. König Friedrich Wilhelm III. berief den zwischenzeitlich zum Obersten und Chef des Ingenieurkorps beförderten Gneisenau in die Heeresreformkommission auf. Auf Drängen Napoleons wurde er seines militärischen Postens enthoben. Nach der Niederlage Napoleons in Rußland nach Preußen zurückberufen, wurde er 1813 Generalmajor und Generalstabschef Blüchers. 1816 nahm ging er in den Ruhestand und zog sich auf sein Schloß Erdmannsdorf zurück. Unterbrochen war dieser Aufenthalt durch Berufung zu weiteren Ämtern, wie 1818 als Gouverneur von Berlin und Mitglied des Staatsrates, 1825 als Generalfeldmarschall, 1831 als Oberbefehlshaber der beim Ausbruch des Polenaufstandes zum Schutz der preußischen Grenze aufgestellten Armeekorps.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Durch König Friedrich Wilhelm III. wurde er in den Grafenstand erhoben.

Posthume Würdigung[Bearbeiten]

Gedenktafel in der Domerschulstraße

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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