Armin Knab

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Büste von Prof. Armin Knab

Prof. Armin Knab (* 19. Februar 1881 in Oberaurach; † 23. Juni 1951 in Bad Wörishofen) war Jurist, Komponist und Musiker.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Armin Knab wurde 1881 in Neuschleichach, einem Ortsteil des unterfränkischen Oberaurach (Lkr. Haßberge) als Sohn eines Lehrers geboren und wuchs in Kitzingen auf. Knab studierte ab 1897 Rechts- und Musikwissenschaft an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und war zunächst Amtsrichter in Rothenburg ob der Tauber und später in Würzburg tätig.

Nach dem Ersten Weltkrieg[Bearbeiten]

Etwa ab 1920 wurde Armin Knab durch Lieder in der Jugend- und Schulmusikbewegung bekannt. Er war Schüler des Würzburger Komponisten und Chorleiters Max Meyer-Olbersleben. Nach kurzem Wirken in Fürth kehrte er 1927 wieder als Richter nach Würzburg zurück, bis er nach Berlin berufen wurde. Ab 1934 konnte Armin Knab als Lehrer für Musiktheorie und Komposition an der Staatlichen Hochschule für Musikerziehung und Kirchenmusik in Berlin endlich sich ganz der Musik widmen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten]

Nach der Zerstörung seiner Wohnung 1943 in Berlin verbrachte Knab die letzten Kriegsjahre und die Nachkriegszeit in Kitzingen. Als er im Frühjahr 1951 in Würzburg endlich eine Wohnung bekam, konnte er sich nicht mehr einleben. Er verstarb während eine Kuraufenthaltes in Bad Wörishofen.

Musikalisches Werk[Bearbeiten]

Bekannt wurde Knab als Komponist von Kantaten und anderen Gesangsstücken, die trotz schlichter Melodieführung und einfacher Harmonik bemerkenswert aussagekräftig klingen. Viele seiner, von der fränkischen Heimat inspirierten Werke wurden in Würzburg uraufgeführt. Auch seine theoretischen Schriften zur Musik finden heute noch Beachtung. [1]

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Posthume Würdigung[Bearbeiten]

Nach ihm ist die Armin-Knab-Straße im Würzburger Stadtbezirk Frauenland benannt.

Quellen und Literatur[Bearbeiten]

  • Bruno Rottenbach: Würzburger Straßennamen Band II. Fränkische Gesellschaftsdruckerei, Würzburg 1969, S. 73.
  • Friedhelm Brusniak: „Chorwesen“, in: Ulrich Konrad: Musikpraxis, Musikerziehung und musikalisches Gewerbe, S. 209-215 in: Unterfränkische Geschichte, hrsg. von Peter Kolb und Ernst-Günther Krenig, Band 5/2, Echter Verlag, Würzburg 2002, S. 191-246; S. 214.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Würzburg - musikalische Kostbarkeiten aus acht Jahrhunderten, Langspielplatte (Studio für Volksmusik H. L. Friedrichsen) SV 8117, Begleittext zu Armin Knab auf dem Cover