Alois Michel

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Alois Michel im Ersten Weltkrieg

Alois Michel (* 22. Oktober 1895 in Gaukönigshofen; † 4. Oktober 1983 ebenda) war von 1945 bis 1948 erster Bürgermeister der Gemeinde Gaukönigshofen.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Alois Michel wurde als Sohn der Landwirtseheleute Engelbert Michel und Katharina, geb. Diener, im Haus Nr. 33 in Gaukönigshofen geboren. Er besuchte die örtliche Schule und erlernte den Beruf des Landwirts auf dem elterlichen Hof. Am 15. April 1915 wurde er zum Ersatzbataillon des 5. Infanterieregiments nach Bamberg eingezogen. Nach erfolgter Grundausbildung wurde er als Maschinengewehrschütze zum Feld-MG-Zug 8 ins Feld abgestellt und im Abschnitt des 8. Landwehr-Infanterieregiments eingesetzt. Bis Juli 1916 nahm er an Stellungskämpfen in Lothringen teil. Im Herbst 1916 wurde er zur 3. MG-Kompanie des 8. Landwehr-Infanterieregiments versetzt und in die mittleren Vogesen verlegt. Von April bis Oktober 1917 folgten erneute Stellungskämpfe in Lothringen. Am 11. Februar 1918 erfolgte die Beförderung zum Gefreiten und die Auszeichnung mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse. Das Kriegsende erlebte er in Lothringen. Am 20. Dezember 1918 wurde er nach Gaukönigshofen entlassen und kehrte auf den elterlichen Hof zurück.

Er verehelichte sich am 11. Juli 1927 mit Babette Haaf aus Baldersheim. Der Ehe entstammten vier Kinder.

Bürgermeister von Gaukönigshofen[Bearbeiten]

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde er als politisch Unbelasteter von der US-Amerikanischen Militärregierung zum Bürgermeister von Gaukönigshofen ernannt. Am 26. August 1945 taucht er das erste Mal als Bürgermeister im Gemeindeprotokollbuch auf. Unter seiner Ägide wurde im Januar 1946 eine Gemeinschaftsküche für die Evakuierten und Flüchtlinge in der Kinderbewahranstalt unterhalten. Er setzte sich zudem für die Wiedereinsetzung der aufgrund ihrer NSDAP-Mitgliedschaft vom Schuldienst suspendierten Oberlehrerin Emilie Wilz in Gaukönigshofen ein. 1947 wurde eine neue Feuerwehrleiter und eine Alarmsirene angeschafft. Im Frühjahr 1948 wurde der Friedhof erweitert. Hierbei übernahm die Gemeinde die anfallenden Hand- und Spanndienste und die Bezahlung der Baumaterialien. Im Mai 1948 unterlag er bei der Gemeindewahl seinem Kontrahenten Kilian Düchs.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]