Dreikronenstraße

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Dreikronenstraße  

Stadtbezirk: Altstadt
Postleitzahl: 97082


Blick durch den südlichen Abschnitt der Dreikronenstraße
Häuserzeile in der Dreikronenstraße, zwischen Katzengasse und Laufergasse (1942)
Dreikronenstraße (1935)

Die Dreikronenstraße im Stadtteil Mainviertel verläuft als Verlängerung der Saalgasse ab der Abzweigung der Zeller Straße in nördlicher Richtung parallel dem linken Mainufer abwärts bis zur Luitpoldstraße. Die Verlängerung in die Zellerau ist die Mainaustraße.

Namensgeber[Bearbeiten]

Die Dreikronenstraße hieß früher Fischergasse. Sie kommt bereits in einer Urkunde von 1287 als vicus piscatorum vor. Die ausschließlichen Bewohner der Straße waren Mainfischer. Umgetauft wurde sie zur Erinnerung an das Dreikronentor, das beim Eingang der Gasse gegen den Main zu stand und 1890 abgebrochen wurde. Der Name Dreikronentor entstand im Volksmund nach der Gaststätte Zu den Drei Kronen. Eigentlich hieß das Tor Maintor. [1] [2]

Sehenswertes[Bearbeiten]

  • Teile der barocken Stadtbefestigung begleiten uferseitig die Dreikronenstraße.
  • Im südlichen Abschnitt ragt eine Bastion in den Uferbereich hinein, sie wird heute „zur schönen Aussicht“ genannt. Denn von hier bietet sich ein schöner Blick auf den Mainabschnitt und die rechtsmainische Altstadt. Die Bastion trug innerhalb des Befestigungssystems die Nummer 31 und wurde auch als Mainbastion sowie Bastion St. Joachim bezeichnet.
  • Weiter nördlich steht der rekonstruierte Stumpf des Dicken Turms. Der Löwe, welcher dort seit 1966 in einer Höhlung hinter Gittern steht, stammt - wie sein Pendant am gegenseitigen Ufer - vom ehemaligen Ludwigsbahnhof. Dort zierten die beiden das Dach des Vorbaus, der an der Oeggstraße zum Wartesaal der 1. Klasse führte und später als Lesehalle genutzt wurde. [3]
  • Unweit des Dicken Turms befindet sich seit 1962 ein historisches Steinportal am südlichen Zugang zum Gelände des TSV Jahn bzw. der Jahnterrasse. Es bildete ehemals den Zugang zum Platz'schen Garten von Seiten der Rottendorfer Straße, existierte jedoch schon mindestens 50 Jahre vor Errichtung dieses Lokals.[3]
  • Neben der Zufahrt zum Parkplatz der Landesgewerbeanstalt wurde ein Sandsteinwappen des Fürstbischofs Johann Philipp von Greiffenclau aufgestellt, das von der ehemaligen Trainkaserne stammt (seit 2015 freistehend, zuvor in die Mauer integriert). Der Barockbau, welcher Petrini zugeschrieben wird, hatte den 2. Weltkrieg weitgehend überstanden, wurde jedoch 1986 abgebrochen.[3]
  • Die westlich der Dreikronenstraße befindliche Wohnbebauung weist mehrere großflächige Fassadengemälde auf.
  • Ein Brunnen, das „Böse Maul“ genannt, ziert straßenseitig die Bastion „zur schönen Aussicht“. Er entstand im Zuge des Ausbaus der Uferstraße in den 1970er Jahren. Die verwendete Fratze ist ein verbliebener Schlussstein aus dem 17. Jahrhundert.

Einrichtungen[Bearbeiten]

Gastronomie[Bearbeiten]

  • Jahnterrasse (Dreikronenstr. 2)
  • Guru - Indisches Spezialitäten Restaurant (Dreikronenstr. 17) [1]

Hotels[Bearbeiten]

ÖPNV[Bearbeiten]

Bus.png Nächste Bushaltestelle: Alte Mainbrücke
Straßenbahn.png Nächste Straßenbahnhaltestelle: Talavera


Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thomas Memminger: Würzburgs Straßen und Bauten. 2. Auflage, Gebrüder Memminger Verlagsbuchhandlung, Würzburg 1921, S. 135
  2. Adreßbuch Stadt Würzburg und Umgebung 1977. Verlag Universitätsdruckerei H. Stürtz AG, Würzburg 1976, S. II - 42
  3. 3,0 3,1 3,2 Jörg Lusin: Seltsame Wanderungen in Würzburg. In: Festschrift der Leonhard-Frank-Gesellschaft zum 80. Geburtstag von Werner Dettelbacher. Echter Verlag, 2006. (Stadtbücherei Den Det)

Angrenzende Straßen[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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