Stolpersteine

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Stolperstein in Würzburg (für Leopold Obermayer)

Seit 2006 werden auf die private Initiative des Künstlers Gunter Demnig hin an Straßen vor Häusern auf den Gehwegen so genannte Stolpersteine verlegt.

Sinn und Zweck[Bearbeiten]

Es handelt sich dabei um kleine Gedenksteine / Plaketten aus Messing an einzelne Personen, die Opfer des Nationalsozialismus wurden. Die mit wenigen Infomationen beschriebenen Plaketten werden auf Gehwegen vor deren ehemaligen (letzten) Wohnungen oder Geschäften wie Pflastersteine verlegt. Die meisten Ermordeten sind Opfer der Judendeportationen aus Würzburg im Jahr 1942 und danach.

Aussehen[Bearbeiten]

Gunter Demnig erinnert mit seinen Stolpersteinen an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort 10 cm x 10 cm große Gedenktafeln aus Messing ins Pflaster oder den Asphalt des Bürgersteig einlässt.

Vorgehensweise[Bearbeiten]

Beim Bürgermeister beziehungsweise dem Gemeinderat muss eine 'Genehmigung für das Verlegen von STOLPERSTEINEN im öffentlichen Raum' beantragt werden. Besonders wünschenswert ist zudem das Engagement von Schulen beziehungsweise das Einbeziehen von SchülerInnen in die Erarbeitung von Inschriften und die Organisation einer Verlegung. Deren Interesse ist erfahrungsgemäß sehr groß! Die Verlegung erfolgt nach dem Prinzip: ein Mensch – ein Stein – ein Schicksal. Jedes Opfer erhält seinen eigenen Stein. Gedacht wird mit diesem Projekt aller verfolgten oder ermordeten Opfer des Nationalsozialismus: Juden, Sinti und Roma, politisch Verfolgten, religiös Verfolgten, Zeugen Jehovas, Homosexuellen, geistig oder körperlich behinderten Menschen, Zwangsarbeiter und Deserteure und letztlich aller Menschen, die unter diesem Regime leiden mussten.

Inschrift[Bearbeiten]

Ein Stolperstein trägt meist die Überschrift: HIER WOHNTE. Weitere mögliche Titelzeilen sind: HIER LERNTE oder HIER LEHRTE; HIER ARBEITETE; HIER PRAKTIZIERTE (z.B. bei Ärzten) und HIER LEBTE (z.B. bei Heimunterbringung). Zudem sind auch Steine ohne Überschrift möglich.

Folgende Daten müssen für die Inschrift gründlich recherchiert und dokumentiert werden:

  • Vorname, Name (gegebenenfalls auch Geburtsname)
  • Geburtsjahr
  • Deportationsjahr und -ort
  • Angaben zum Schicksal.

Als Schicksalsangabe ist möglich: TOT oder ERMORDET; für unklare Fälle: SCHICKSAL UNBEKANNT. Statt Selbstmord wird FLUCHT IN DEN TOD vermerkt.

Stolpersteine in Stadt und Landkreis Würzburg[Bearbeiten]

Wü Stolpersteine Logo.jpg

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Weblinks[Bearbeiten]