Weinmuseum Röttingen

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Weinmuseum im Westflügel der Burg Brattenstein
Eingang zum Weinmuseum

Das Weinmuseum Röttingen (auch Weinbaumuseum Röttingen, Kleines Weinbaumuseum im Bacchuskeller) befindet sich im Westflügel der Burg Brattenstein und informiert über die Geschichte des regionalen Weinbaus rund um Röttingen. Zum Museum gehört ein Museumsweinberg. Der Eintritt ist frei.

Lage[Bearbeiten]

Die Burg Brattenstein befindet sich am südlichen Rand der Röttinger Altstadt am Lagerweg. Der Museumsweinberg liegt nur wenige Gehminuten entfernt oberhalb des Gaubahn-Radwegs und der Staatsstraße 2269 in der Weinlage Röttinger Feuerstein.

Baubeschreibung[Bearbeiten]

„Westflügel, dreigeschossiger Hausteinmauerwerksbau mit Halbwalmdach und Fachwerkgiebel, im Kern 13. Jh., im 17. und 19. Jh. stark verändert.“

Weinmuseum[Bearbeiten]

Das Weinmuseum soll in Verbindung zum Museumsweinberg die Geschichte des Weinbaues in Röttingen im Taubertal seit 1103 dokumentieren. Die Räumlichkeiten wurden zuletzt 2008 umfangreich restauriert - das Museum hat dabei eine zeitgemäße, attraktive Ausstattung bekommen. Die sog. Julius-Echter-Decke stellt mit ihrer rekonstruierten Farbfassung des 16. Jahrhunderts eine Besonderheit in Unterfranken dar. Das Museumskonzept wurde insgesamt überarbeitet und ist auch für Kinder interessant. In der Eigenwerbung wird der Besuch als „Weinerlebnis“ bezeichnet. Im Foyer kann man in die Rolle früherer Winzer schlüpfen und so den Museumsrundgang starten. Im Gewölbekeller erzählen Röttinger Winzer von der Arbeit im Weinberg und im Weinkeller.

Exponate[Bearbeiten]

Auf 125 m² werden neben dem geschichtlichen Rahmen auch Veränderungen und Entwicklungen im Weinbau erläutert und Röttinger Winzer vorgestellt. Zahlreiche Exponate und Bilder aus Geologie, Weinbau und Kelterwirtschaft dienen der Veranschaulichung der langen Weinbaugeschichte. Ausgestellt sind beispielsweise verschiedene Kelter aus vergangenen Tagen. Teil des Museums sind ein großer Gewölbekeller und eine Empore.

Alle Ausstellungsflächen haben einen Bezug zu Röttingen. Um diesen auch kulinarisch aufzubauen, wird im Museum Röttinger Wein (beispielsweise aus dem Museumsweinberg) ausgeschenkt. Für Kinder und Fahrer gibt es frischen Traubensaft.

Museumsweinberg[Bearbeiten]

Der „Wengert“ zu Großvaters Zeiten wird im Museumsweinberg thematisiert: Gezeigt werden ursprüngliche Anbaumethoden und die Entwicklung von der Kopf- zu der Stammerziehung. Auf etwa 1.800 Quadratmetern und drei Parzellen soll so die Geschichte des Weinbaus in Natura vermittelt werden. Der Museumsweinberg umfasst typische Elemente fränkischer Weinberge: Trockenmauern, ein Weinbergshäuschen und einen Bildstock. Der Bildstock zeigt St. Urban (Urban von Langres), den Schutzpatron der Winzer. Besonderheiten des Museumsweinberges sind der Verzicht auf Pestizide, Herbizide und Insektizide (ausgetragen wird nur natürlicher Dünger) und die Bewirtschaftung per Hand ohne Maschineneinsatz. Die Pflege übernehmen Ehrenamtliche. Aus den Trauben wird ein spezieller Cuvée gekeltert, ein Mischwein aus den Rebsorten Tauberschwarz, Riesling, Silvaner und Traminer. Dieser wird im Museum ausgeschenkt. Besucher erhalten eine Kostprobe des Gemischten Satzes.

Anschrift[Bearbeiten]

Weinmuseum Röttingen
Lagerweg 2
97355 Röttingen
Telefon: 09338 - 972855 (Tourist-Information)

Öffnungszeiten[Bearbeiten]

  • Mai bis Oktober: Samstag, Sonntag und an Feiertagen jeweils von 13.30 Uhr bis 17.30 Uhr
  • Während der Woche nach Vereinbarung.
  • Der Eintritt ist frei.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Kartenausschnitte[Bearbeiten]

Weinmuseum[Bearbeiten]

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Museumsweinberg[Bearbeiten]

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