Hof Kropfhausen

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Der Hof Kropfhausen war ein landwirtschaftliches Gut und lag einst am heutigen Rennweg.

Lage

Der Hof stand einst auf dem Gelände des heutigen Hofgartens, neben der seit 1300 bis ins 16. Jahrhundert bestehenden Frauenklause St. Bartholomäus des Stiftes Neumünster.

Geschichte

Kropfhausen war ein hochstiftischer Bauernhof im Osten der Stadt. Gemeinsam mit der Kurie Osternach diente der Hof Kropfhausen im 15. Jahrhundert als Gerichtsstätte im Hochstift Würzburg.

Gerichtsstätte

In Kropfhausen wurden die zweitinstanzlichen Termine in Bezicht- oder Verleumdungsprozessen adeliger Personen unter Vorsitz des Fürstbischofs angesetzt. Dort saß der Bischof, den Rücken der Mauer Bartholomitenklause zugekehrt und vernahm den Bericht über den Erfolg der an den Beklagten durch einen beeidigten Gerichtsboten ergangenen Vorladung. Nachdem der Kläger auf ähnliche Weise wie das erstemal vor die Schranken geleitet, wurde der Beklagte wiederum dreimal beim Namen gerufen, „daß er hervortrete und tue was Recht sei und wehre was Recht sei“, auch dieser Akt wurde vom Kläger mit drei Streitkolbenschlägen begleitet.

Siehe auch

Quellen und Literatur