Peter Schneider

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Dr. Peter Schneider (* 20. Juni 1882 in Bamberg; † 19. Januar 1958 in Würzburg) war Oberstudiendirektor, Schriftsteller und Gründer des Frankenbundes.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Schneider verbrachte seine Schulzeit bis 1901 am Alten Gymnasium Bamberg, 1901 begann er ein Studium der klassischen Philologie für das höhere Lehramt in München. Nach den Staatsexamina 1905/1906 war er Referendar am Riemenschneider-Gymnasium. 1907 wurde er an der Universität Würzburg promoviert. 1906-09 war er zuerst Assistent, dann Gymnasiallehrer am Alten und am Neuen Gymnasium in Bamberg, 1911-20 in Speyer und 1920-31 in Würzburg. 1931-34 war er Oberstudienrat in Aschaffenburg, anschließend in gleicher Eigenschaft wieder in Würzburg. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte er in Gerolzhofen und war 1948 bis 1950 als Oberstudiendirektor Direktor am Alten Gymnasium in Bamberg bis zu seiner Pensionierung.

Künstlerische Laufbahn[Bearbeiten]

Neben seiner Lehrertätigkeit war er Drehbuchautor, Historiker und Heimatforscher. Er veröffentlichte Theaterstücke mit historisch-christlichen Themen: Die Feuerprobe, erschienen Bamberg 1954; Pontius Pilatus. Ein Spiel aus dem ersten Jahrhundert in drei Bildern.

Ehrenamtlisches Engagement[Bearbeiten]

1920 gründete er den Frankenbund. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde schon 1933 versucht, den Frankenbund aufzulösen. Doch Dr. Schneider konnte den Verein durch ein taktisches Manöver retten. Der Frankenbund trat formell und ohne weitere Verpflichtungen dem „Kampfbund“ bei und war von da ab zwar nicht gerade erwünscht, aber doch immerhin geduldet. Schon 1946 konnte der Verein mit Genehmigung der US-Militärregierung sein Wirken in Bamberg, schließlich 1949 auch in Würzburg wieder aufnehmen. Bis zu seinem Tode im Jahr 1958 nahm Dr. Schneider die Aufgabe des ersten Bundesvorsitzenden selbst wahr.

K.D.St.V. Franco-Raetia[Bearbeiten]

Während seines Studiums in München wurde er Mitglied der K.B.St.V. Rhaetia München und gründete 1905 deren Würzburger Filialverbindung Herbipolensis mit. Nach dem ersten Weltkrieg wurde der Würzburger Ableger selbstständig und wandelte sich zur K.D.St.V. Franco-Raetia zu Würzburg um trat 1930 dem Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen bei. Peter Schneider wurde der erste Philistersenior der jungen Verbindung und gilt durch sein Engagement als „Pate“ der Franco-Raeten.

Nachlass[Bearbeiten]

Sein Nachlass wurde zu großen Teilen beim Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 zerstört, der Rest dem Staatsarchiv Würzburg 1966 durch seinen Sohn vermacht.

Posthume Würdigung[Bearbeiten]

Nach Dr. Schneider ist die Peter-Schneider-Straße in der Gartenstadt Keesburg benannt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Heidrun Alzheimer, Volkskunde in Bayern - Ein biobibliographisches Lexikon der Vorläufer, Förderer und einstigen Fachvertreter, Würzburg 1991, S. 248.

Weblinks[Bearbeiten]