Oskar Albert

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Oskar Albert (* 6. Dezember 1904 in Würzburg; † 27. Mai 1981) war gelernter Tapezierer und Gewerkschaftsfunktionär des DGB in Würzburg.

Leben und Wirken

Albert besuchte in Würzburg die Volksschule und nahm 1918 eine Lehre im Tapezier-, Polster- und Dekorationshandwerk auf, die er 1923 mit der Gehilfenprüfung abschloss. 1933 erhielt er den Meisterbrief und eröffnete ein eigenes Raumausstattergeschäft, das jedoch 1940 durch Kriegseinwirkung zerstört wurde. Danach war er als Soldat im Zweiten Weltkrieg.Nach Kriegsende war er in den Jahren 1946/1947 Spruchkammervorsitzender und arbeitete als Verwalter eines Materiallagers für das Flüchtlingswesen. 1949 trat er in die Karosseriefabrik Voll KG in Heidingsfeld ein und wurde dort freigestellter Betriebsratsvorsitzender.

Gewerkschaftliche Laufbahn

Bereits vor 1933 war er Vorsitzender der Jugendgruppe Würzburg der Bayerischen Volkspartei aus und war Mitglied des Ortskartellvorstandes der christlichen Gewerkschaften in Würzburg. Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reichs trat er 1945 sofort nach ihrer Gründung in die CSU und die CSA ein und stellte seine reichen gesellschaftspolitischen Erfahrungen aus der Vorkriegszeit auch dem 1946 ebenfalls neu gegründeten Bayerischen Gewerkschaftsbund zur Verfügung. Nach dessen Auflösung wurde er 1949 Mitglied der IG Metall. 1955 wurde er zum Kreisvorsitzenden des DGB in Würzburg gewählt und während fünf Wahlperioden immer wieder im Amt bestätigt, bis er 1969 wegen Erreichens der Altersgrenze zurücktrat. Zugleich gehörte er als Vertreter der Christlich-Sozialen Kollegen zwischen 1962 und 1968 dem DGB-Landesbezirksvorstand in Bayern an.

Ehrenamtliches Engagement

Von 1953 bis 1969 war er Vorstandsmitglied der Landesversicherungsanstalt Unterfranken und von 1953 bis 1974 Vorstandsmitglied der AOK in Würzburg sowie Vorstandsmitglied im Landesverband der Ortskrankenkassen in Bayern. Er arbeitete aktiv in der Christlich-Jüdischen Gesellschaft Würzburg mit. Von 1956 an war er Gründungs- und Vorstandsmitglied der Volkshochschule Würzburg. Darüber hinaus galt sein Augenmerk dem Volkschor und der Volksbühne Würzburg, deren Vorsitzender er ab 1965 war.

Ehrungen und Auszeichnungen

Siehe auch

Weblinks