Muchtar Al Ghusain

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Muchtar Al Ghusain
Flashmob MAG (Muchtar Al Ghusain)
Oberbürgermeister Christian Schuchardt würdigte die Verdienste von Muchtar Al Ghusain mit der Verleihung des Goldenen Stadtsiegels

Muchtar Al Ghusain (* 22. Juli 1963 in Kuwait) war von 2006 bis 2018 Leiter des Kultur- Schul- und Sportreferates der Stadt Würzburg und ist SPD-Mitglied.

Familiäre Zusammenhänge[Bearbeiten]

Muchthar Al Ghusain wurde 1963 als Sohn von Jamal Al Ghusain und Rosemaire Herper geboren. Der Vater war in den 1950er Jahren als Gastarbeiter aus Jordanien nach Deutschland gekommen, die Mutter 1949 von Erfurt nach Würzburg gezogen. Muchtar Al Ghusain ist seit 1994 mit Astrid Sommer, die er beim Studium in Hamburg kennenlernte, verheiratet und hat zwei Töchter.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Nachdem Muchtar Al Ghusain die ersten Lebensjahre mit der Familie in Kuwait verbracht hatte, zogen sie 1970 zu den Großeltern nach Gerbrunn. In Würzburg legte er sein Abitur ab und leistete seinen Zivildienst an der Christophorus-Schule der Lebenshilfe. An der Hochschule für Musik Würzburg studierte er Musik mit Hauptfach Klavier, es folgte ein Aufbaustudium Kulturmanagement in Hamburg.

Die berufliche Laufbahn begann Al Ghusain in Schwäbisch Gmünd als Musikschulleiter (ab 1994) und Kulturamtsleiter (ab 1998). Im Jahr 2000 wurde er Referatsleiter am niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur.

Referent[Bearbeiten]

Seit 2006 ist er als Nachfolger von Reiner Hartenstein als Kultur-, Schul- und Sportreferent in Würzburg tätig. 2011 wurde er vom Stadtrat für eine zweite Amtsperiode von fünf Jahren wiedergewählt. Am 1. März 2018 trat er sein neues Amt als Beigeordneter der Stadt Essen für die Bereiche Jugend, Bildung und Kultur an. [1]

Programmkino Central[Bearbeiten]

Muchtal Al Ghusain betrachtete das Internationale Filmwochenende als wichtigen Bestandteil im städtischen Kulturleben und sah es als „Aushängeschild“ der Stadt Würzburg. Nachdem 2009 bekannt geworden war, dass das Corso Kino Center als letztes Innenstadt- und Programmkino, in dem auch das Internationale Filmwochenende regelmäßig stattfand, schließen sollte, sicherte Al Ghusain Unterstützung aus dem Rathaus nicht nur zu, er brachte auch tatkräftig Anschubhilfe ein. Von ihm kam auch die Idee eine Programmkino-Genossenschaft zu gründen mit vielen Genossen, die jeweils einen 100-Euro-Anteil zeichneten und genügend Ehrenamtlichen zur Führung der Genossenschaft und zum Stemmen des Kinobetriebs. Daraus entstand das Central im Bürgerbräu. [2]

Kommunalwahl 2014[Bearbeiten]

Er wurde von SPD und Bündnis 90/Die Grünen für die Kommunalwahl 2014 als Kandidat für das Oberbürgermeisteramt aufgestellt. Bei der Stichwahl zur Oberbürgermeisterwahl am 30. März 2014 unterlag er Christian Schuchardt (CSU, FDP, WL-FW) mit 44,27%.

WürzburgSPD[Bearbeiten]

Muchtar Al Ghusain war seit 2014 Vorsitzender der WürzburgSPD. Am 25. November 2017 gab er dieses Amt beim Stadtparteitag ab, weil sich seine Partei neu aufstellen möchte. [3] [4]

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Publizierte Beiträge[Bearbeiten]

  • Perspektiven der Würzburger Kulturpolitik. In: Würzburg heute, Heft 84/2007

Quellen[Bearbeiten]

Pressespiegel[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Presseartikel der Stadt Würzburg zum mutmaßlichen Ausscheiden als berufsmäßiger Stadtrat vom 14. Dezember 2017
  2. Main-Post: „Ohne Al Ghusains Einsatz gäbe es kein Central-Kino“ (31. Januar 2018)
  3. Main-Post: „Al Ghusain tritt als SPD-Vorsitzender zurück“ (16. Oktober 2017)
  4. Main-Post: „Wenn Al Ghusain beim Stadtparteitag das Singen anfängt“ (26. November 2017)