Karmelitenkloster St. Barbara

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Begriffsklärung.png Informationen über die gleichnamige Pfarrkirche siehe unter St. Barbara (Frauenland)

Das Karmelitenkloster St. Barbara war eine Niederlassung der beschuhten Karmeliten in Würzburg.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Kloster, das der Heiligen Barbara geweiht war, wurde 1252 vom Orden der beschuhten Karmeliten mit Hilfe von Iring von Reinstein-Homburg gegründet. 1280 erhielten diese vom Domherrn Friedrich von Hohenburg die Nikolauskapelle übereignet, welche sich in einem Schwibbogen über dem Durchgang von der Karmelitenstraße zum unteren Markt befand.

Klosterbau[Bearbeiten]

Um 1330 begannen die Karmeliten mit dem Bau des Klosters und einer Kirche. Dafür vergrößerten sie ihren Grund durch Kauf und Schenkungen. Unter anderem erwarben sie den benachbarten Hof zum Küchenmeister, der bereits eine Kapelle umfasste. 1372 war die Klosterkirche St. Barbara fertiggestellt. Sie lag etwa im Verlauf der heutigen Rückermainstraße. Das Hauptportal befand sich westlich am Fischmarkt, über dem Portal war eine Figur der Hl. Barbara angebracht.

Im Verlauf des 18. Jahrhunderts wurden Kirche und Konventsgebäude mehrfach umgebaut bzw. teilweise neu errichtet.

Ende des Klosters St. Barbara[Bearbeiten]

Der Konvent wurde 1805 nach der Säkularisation aufgelöst und die Klostergebäude dienten in den Folgejahren als Husarenkaserne, die Kirche als Salzlager. 1822 erwarb die Stadt Würzburg das Areal zur Erweiterung ihrer Verwaltungsgebäude. 1824 wurde die Kirche für eine Erweiterung der Rückermainstraße abgebrochen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Das Karmelitenkloster zu Würzburg 1212-1803. In: Georg Link: Klosterbuch der Diöcese Würzburg. Band II., Würzburg, 1876. (franconica)
  • Ansichten aus dem alten Würzburg. Kataloge des Mainfränkischen Museums. Band 11, Teil II, Würzburg 1998, S. 346

Weblinks[Bearbeiten]