Hieronymus Ganzhorn

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Hieronymus Ganzhorn (* in Ochsenfurt; † 18. Juni 1594 in Würzburg) war Chorherr im Stift Neumünster und Haupterblasser der Stadt Ochsenfurt.

Familiäre Zusammenhänge

Hieronymus wurde als Sohn des gleichnamigen Stadtschultheißen von Ochsenfurt geboren. Sein Vetter war Johann Wilhelm Ganzhorn, Chorherr im Stift Neumünster und Universitätsrektor in Würzburg.

Leben und Wirken

1536 erhielt Hieronymus ein Kanonikat in Neumünster und studierte ab 17. Juni 1538 an der Universität Heidelberg und ab 1547 in Erfurt. 1548 wurde er zum Subdiakon geweiht und studierte ab 1539 Rechtswissenschaften an der Universität Köln. Mitglied im Stiftskapitel wurde er 1558. Im Frühjahr 1575 studierte er nochmals an der Universität Siena. Am 17. Dezember 1575 wurde er zum Scholaster im Stift Neumünster gewählt und danach zum Dienst in der römischen Kurie, ab 1581 als Prokurator freigestellt.

Stifter

In seinem Testament von 1592 vermachte er seiner Heimatstadt Ochsenfurt seine Bibliothek sowie ein Stipendium für in Leipzig studierende junge Männer aus Ochsenfurt.

Letzte Ruhestätte

Ganzhorn wurde in Neumünster beigesetzt, wo dies ein Grabdenkmal als Bronzerelief mit Wappen belegt.

Nachlaß

Die Ganzhorn'sche Bibliothek umfaßte ursprünglich etwa 200 Titel in etwa 400 Bänden. Alle Studierenden durften diese Bücher benutzen.

Posthume Würdigung

Nach ihm wurde die Ganzhornstraße im Ochsenfurter Stadtteil Lindhard/Bärentalsiedlung benannt.

Siehe auch

Quellen

  • Alfred Wendehorst: Das Stift Neumünster in Würzburg. Germania Sacra NF 26: Die Bistümer der Kirchenprovinz Mainz. Das Bistum Würzburg 4. de Gruyter, Berlin/New York 1989, ISBN 3-11-012057-7, S. 389 ff.
  • Alfons Schott: Julius Echter und das Buch. Phil. Diss. Würzburg 1953.

Weblinks