Heilige Hadeloga von Kitzingen

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Bildnis der heiligen Hadeloga von Kitzingen im Chorgestühl der Burkarder Kirche in Würzburg

Die Heilige Hadeloga von Kitzingen (* um 710, † um 750 in Kitzingen) war Benediktiner-Äbtissin in Heidingsfeld und Kitzingen.

Familiäre Zusammenhänge[Bearbeiten]

Hadeloga war der Überlieferung nach eine Tochter von Karl Martell, gelobte schon früh Jüngfräulichkeit und wurde deshalb von ihrem Vater verstoßen. Später haben sich beide versöhnt und Karl Martell stattete das Kloster großzügig aus. Ihr Bruder war Pippin der Jüngere.

Das Amt der Äbtissin[Bearbeiten]

Das Benediktinerinnenkloster St. Ägidien, Vorgänger des Kloster Paradies in Heidingsfeld wurde der Überlieferung nach von Hadeloga im 8. Jahrhundert gegründet. Dort sei sie auch deren erste Laien-Äbtissin gewesen. 732 gründete sie in Kitzingen ein Doppelkloster nach der Ordensregel des hl . Benedikt und war auch dort die erste Äbtissin des Frauenklosters. Die Heilige Thekla von Kitzingen wurde wohl Hadelogas Nachfolgerin als Äbtissin.

Die Sage vom fliegenden Schleier[Bearbeiten]

In einer weit verbreitete Sage von der Klostergründung soll Hadeloga eines Tages mit ihrem Bruder Pippin auf dem Schwanberg gestanden haben und in das Maintal geblickt haben. Die Landschaft beeindruckte sie so sehr, dass sie beschloss, ein Kloster zu gründen. Hadeloga warf ihren Schleier in den Wind und da, wo der Schleier zu Boden fallen würde, sollte das Kloster erbaut werden. Der Schleier flog westwärts, bis ihn ein Schäfer namens „Kitz" (Kuccingus) am Ufer des Mains gefunden haben soll. An dieser Stelle erbaute Hadeloga ihr Kloster und nannte es zu Ehren des Schleierfinders „Kitzingen".

Würdigung[Bearbeiten]

Hadelogas Reliquien wurden angeblich im Bauernkrieg 1525 zerstört. Der Gedenktag der Kitzinger Stadtheiligen und Patronin gegen Fieber ist jeweils am 2. Februar.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]