Hans Wutzlhofer

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Dr. Hans Wutzlhofer (* 2. April 1893 in Kelheim; † 24. April 1969 in Heigenbrücken) war Verlagsleiter, Regierungsbeamter und bayerischer Landtagsabgeordneter für die CSU.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Wutzlhofer studierte von 1919 bis 1924 an den Universitäten Regensburg, München und Erlangen, sowie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg Philosophie, Geschichte, Kirchengeschichte, Kunstgeschichte und Volkswirtschaft. Am 27. April 1934 promovierte er sich in Regensburg. Nach seinem Studium arbeitete er bis 1933 in der Finanzverwaltung und in Buchverlagen. 1935 wurde er als Direktor einer Buch- und Verlagsdruckerei aus politischen Gründen entlassen und führte ab 1936 das Hotel Lindenau seiner Schwiegereltern in Heigenbrücken.

Politische Laufbahn[Bearbeiten]

Von 1925 bis 1933 war Wutzlhofer Kreisgeschäftsführer der Bayerischen Volkspartei in Regensburg. In diesen Jahren war er auch Stadtrat von Regensburg. Wutzlhofer hatte während der Zeit des Nationalsozialismus Kontakte zum Widerstand, stand unter strenger Beobachtung und entging 1944 nur knapp einer erneuten Verhaftung. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Wutzlhofer Mitbegründer der CSU im Landkreis Marktheidenfeld und dort auch vom 27. Juli 1945 bis 22. Juni 1946 Landrat. 1946 war er Mitglied der verfassungsgebenden Landesversammlung, die vom 15. Juli 1946 bis 26. Oktober 1946 die neue Verfassung des Freistaates Bayern ausarbeitete. Außerdem war Wutzlhofer als Regierungsdirektor von Oktober 1947 bis September 1948 Bevollmächtigter Bayerns beim Länderrat in Stuttgart.

Landtagsabgeordneter in München[Bearbeiten]

Als Abgeordneter der CSU wurde er über die Zweitstimmenliste für den Wahlkreis Unterfranken vom 16. Dezember 1946 bis 20. November 1950 Abgeordneter des Bayerischen Landtags. Hier war er Mitglied in den Aussschüssen für Besoldungsfragen, Sozialpolitische Angelegenheiten und Staatshaushalt.

Er leitete die Anfang September 1948 eingerichtete „Dienststelle Bonn der bayerischen Staatskanzlei“ zur Betreuung aller bayerischen Abgeordneten im Parlamentarischen Rat, einer Aussenstelle der Bayerischen Staatskanzlei in der Bundeshauptstadt Bonn. Am 4. Juni 1949 wurde die Dienststelle wieder aufgelöst.

Kurverwaltung[Bearbeiten]

Zum Abschluss seiner Beamtenlaufbahn war Wutzlhofer ab 1950 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 1953 Badkommissar der drei unterfränkischen Staatsbäder. Während seiner Amtszeit wurde 1952 das Badkommissariat in die zeitgemäßere Staatliche Kurverwaltung mit ihm als Kurdirektor umgewandelt.

Ehrenamtliches Engagement[Bearbeiten]

Wutzlhofer war Mitglied der Hanns-Seidel-Stiftung.

Literatur[Bearbeiten]

  • Christian Will: 60 Jahre CSU-Kreisverband Würzburg-Land - Miterlebte und mitgestaltete Geschichte der CSU. Würzburg 2006, S. 133

Weblinks[Bearbeiten]