Hanns Seidel

Aus WürzburgWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ministerpräsident Dr. Hanns Seidel

Dr. Hanns Seidel (eigentlich Franz Wendelin Seidel) (* 12. Oktober 1901 in Schweinheim; † 5. August 1961 in München) ), studierte in Würzburg von 1921 bis 1925 Rechtswissenschaften und war bayerischer Ministerpräsident von 1957 bis 1960.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Nach dem Abitur 1914 am Humanistischen Gymnasium Aschaffenburg studierte Seidel Rechtswissenschaft, Germanistik und Volkswirtschaftslehre zunächst an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Anschließend wechselte er nach Freiburg. Zum Schluss seines Studiums studierte er in Jena. Während seiner Referendarzeit promovierte er 1928 in Würzburg zum Dr. iur. et rer. pol. und ließ sich nach der Assessorprüfung 1930 als Rechtsanwalt in Aschaffenburg nieder. Von 1940 bis 1945 wurde er zur Wehrmacht eingezogen und diente u.a. an der Ostfront.

Politischer Werdegang[Bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er 1945 zum Landrat des Landkreises Aschaffenburg ernannt. Dieses Amt, in dem er 1946 durch Wahl bestätigt wurde, übte er bis 1947 aus. 1945 trat er in die CSU ein. 1946 war er Mitglied der Verfassunggebenden Landesversammlung in Bayern. Seidel gehörte von 1946 bis 1961 dem Bayerischen Landtag an und war von 1947 bis 1954 Bayerischer Wirtschaftsminister im Kabinett von Hans Ehard und ab 1952 auch für Verkehrsfragen zuständig. Von 1954 bis 1957 war er Sprecher der CSU-Landtagsfraktion und damit auch Oppositionsführer während der Regierungszeit von Wilhelm Hoegner.

Parteivorsitzender und Ministerpräsident[Bearbeiten]

1955 wurde Seidel in einer Kampfabstimmung gegen Franz Josef Strauß mit 53,4 % der abgegebenen Stimmen zum Parteivorsitzenden der CSU gewählt. Unter seinem Vorsitz kam es zu einer grundlegenden organisatorischen und personellen Veränderung der CSU. Den Höhepunkt seiner Karriere erreichte Seidel, als er nach dem Auseinanderbrechen von Hoegners Viererkoalition 1957 zum Bayerischen Ministerpräsidenten gewählt wurde. Nach der Landtagswahl von 1958 konnte er mit einer Koalition seine Arbeit fortsetzen. Er trieb die Wandlung Bayerns vom Agrar- zum Industrieland voran und förderte in diesem Zusammenhang die Planung des ersten Großkraftwerks in Gundremmingen. 1958 wurde das Lehrerbildungsgesetz verabschiedet, das die Lehrerbildung neu regelte und zugleich das Festhalten an der Bekenntnisschule bestätigte.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Mitgliedschaft[Bearbeiten]

Seidel war Mitglied der K.St.V. Walhalla Würzburg.

Posthume Würdigung[Bearbeiten]

Hanns Seidel ist Namensgeber für das Hanns-Seidel-Gymnasium in Hösbach bei Aschaffenburg und der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Hanns Seidel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.