Franz von Epp

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Franz Xaver Ritter von Epp, 1893

Franz Xaver Ritter von Epp (* 16. Oktober 1868 in München; † 31. Januar 1947 ebenda) war Berufssoldat, Politiker (NSDAP) und 1933 Reichsstatthalter in Bayern.

Militärische Laufbahn[Bearbeiten]

Epp trat nach seinem Abitur am 16. August 1887 als Fahnenjunker in die Königlich Bayerische Armee ein. Er kam dabei zum 9. königlich-bayerisches Infanterie-Regiment "Wrede" nach Würzburg. Ab 1. Oktober 1896 wurde er dann für drei Jahre zur Kriegsakademie München kommandiert. Am 1. Januar 1899 wurde er dann durch die Umbenennung seines Dienstgrades zum Oberleutnant ernannt. Danach war er dann für über ein Jahr bei der Niederschlagung des Boxeraufstandes nach China versetzt. 1904 wurde er zur deutschen Schutztruppe nach Deutsch-Südwestafrika, wo er er an der Niederschlagung des Hereroaufstandes beteiligt war. 1914 wurde er Kommandeur vom Königlich Bayerisches Infanterie-Leibregiment. Nach dem Krieg führte er von Anfang Februar 1919 bis zum 30. September 1919 das Freikorps Epp. Mit diesem war er im Frühjahr 1919 maßgeblich an der Niederschlagung der Münchener Räterepublik beteiligt.

Politische Laufbahn[Bearbeiten]

Ab 1919 war er auch Mitglied der Bayerischen Volkspartei (BVP). 1928 wurde er Mitglied des Stabes der SA-Führung und trat im Frühjahr 1928 trat aus der BVP aus und in die NSDAP ein. Im Mai 1928 wurde er in den Reichstag gewählt, dem er bis zum Ende des dritten Reiches angehörte. Am 1. Januar 1933 wurde er zum SA-Obergruppenführer ernannt.

Bayerischer Reichsstatthalter[Bearbeiten]

Nach der Machtergreifung der NSDAP wurde er im Frühjahr 1933 zum Reichsstatthalter in Bayern ernannt. Ende August 1934 wurde er zum Bayerischen Landesjägermeister ernannt. Am 28. Juli 1935 kehrte er in die Armee zurück und wurde General und Chef des Infanterie-Regiments 61. Er hatte in den Jahren des dritten Reiches auch noch viele weitere politische Ämter inne, dazu gehörte auch der Titel als Reichsleiter der NSDAP.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde er im Frühjahr 1945 durch die amerikanischen Besatzungstruppen verhaftet und interniert. In dieser Haft ist er in einem amerikanischen Militärlazarett in München verstorben.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Zwischenzeitliche Ehrenbürgerwürde[Bearbeiten]

Franz Ritter von Epp wurde am 19. Juli 1938 Ehrenbürger der Stadt Würzburg. Am 13. August 1945 macht die Referenten- und Bezirksbürgermeistersitzung das Ehrenbürgerrecht für Ritter von Epp rückgängig. [1] Die heutige Frankfurter Straße wurde in der Zeit des Nationalsozialismus in Eppstraße umbenannt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Würzburger Chronik vom denkwürdigen Jahre 1945. Verlag F. Schöningh, Würzburg 1947. S. 244

Weblinks[Bearbeiten]