Franz Reuß

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Letzte Ruhestätte von Franz Reuß im Friedhof von Gelchsheim

Franz Reuß (* 11. November 1856 in Gelchsheim; † 20. September 1926 ebenda) war Landwirt und Landtagsabgeordneter im Bayerischen Landtag von 1907 bis 1924.

Leben und Wirken

Franz Reuß besuchte von 1862 bis 1869 die Volksschule in seiner Heimatgemeinde. 1881 übernahm er das elterliche Anwesen und wurde selbständiger Landwirt. Seit 1887 war er Beigeordneter im Bayerischen Landtag und seit 1894 beeidigter Sachverständiger der staatlichen Hagelversicherungsanstalt sowie Vorstand des Darlehenskassenvereins.

Landtagsabgeordneter

Nach der Verfassung des Königreiches Bayern vom 26. Mai 1818 bestand die Volksvertretung, der Landtag, aus zwei Kammern, der Kammer der Reichsräte und der Kammer der Abgeordneten. Die Abgeordneten wurden in festgelegten Wahlkreisen der damals 8 Regierungsbezirke in direkter und geheimer Wahl gewählt. Durchschnittlich betrug die Einwohnerzahl eines Wahlkreises 38.000 Bewohner. Nach der Volkszählung vom 1. Dezember 1900 waren damals 163 Landtagsabgeordnete zu wählen. Für den Raum des Ochsenfurter Gaues, dem Bezirksamt Ochsenfurt, wurde im Jahre 1907 der Gelchsheimer Bürger und Landwirt Franz Reuß in den Bayerischen Landtag gewählt. Er war zunächst Mitglied der Zentrumspartei, später der Bayerischen Volkspartei (BVP). Reuß hatte dieses Mandat bis 1924, also über den Ersten Weltkrieg und damit über die Dauer des Königreiches hinaus, inne.

Bei Beginn seiner ersten Legislaturperiode im Landtag wurde die Gaubahn gebaut. Hier war er im Ort und bei den entsprechenden Stellen ein Fürsprecher seiner Heimatgemeinde. Gelchsheim erhielt bei der Trassenführung eine eigene Bahnstation.

Letzte Ruhestätte

Franz Reuß im Familiengrab auf dem Friedhof Gelchsheim bestattet.

Siehe auch

Quellen und Literatur

  • Fred Helmerich: Gelchsheim im Ochsenfurter Gau mit seinen Ortsteilen Oellingen und Osthausen. Hrsg.: Marktgemeinde Gelchsheim im Ochsenfurter Gau, 1985, S. 206

Weblinks