Erlach (Wüstung)

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Begriffsklärung.png Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Der gleichnamige Ochsenfurter Stadtteil ist unter Erlach aufgeführt.

Der Weiler Erlach mit Burg lag zwischen Riedenheim, Gelchsheim und Sonderhofen unmittelbar westlich der Waldabteilung Oellinger Hölzlein („Krakenholz“). Um den heute nicht mehr existierenden Ort ranken sich zwei Sagen.

Geschichte[Bearbeiten]

Nach dem Sonderhöfer Pfarrbuch aus dem Jahr 1666 sei dieser Weiler mit seiner Burg bereits 1420 verlassen worden. Über die Burg gibt es keine Aufzeichnungen, so dass deren Dimensionierung ungewiss bleibt. Die Bauern aus Sonderhofen, Riedenheim und Gelchsheim nutzten im Anschluss das Feld und hatten dort Weiderechte. Aufgrund dieser Rechte lagen die Sonderhöfer mit den Gelchsheimern und den Riedenheimern über 200 Jahre lang im Streit.

Sagen[Bearbeiten]

Zwei Sagen ranken sich um Erlach:

  • Aus dem Kutschenbrunnen im Bereich des Weilers soll an Heiligabend um Punkt zwölf Uhr Wein statt Wasser sprudeln.
  • Die Geschichte vom alten Schieder (Feldgeschworenen) aus Erlach: Er vertraute seiner Frau das Schiedergeheimnis an, mit jeder Grenzstein gekennzeichnet wird. Nachdem die Frau das Geheimnis allerdings nicht für sich behalten konnte, wurde der Feldgeschworene aus der Gemeinschaft ausgestoßen und starb bald darauf. Das Dorf ging unter und in den rauhen Nächten zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag soll der Schieder als Ruheloser durch die einstige Erlacher Flur geistern.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Högler: „Alte Geschichten und Sagen aus dem Ochsenfurter Gau“. Oellingen, 1997.

Quellen[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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