Eberhard Ritter

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Eberhard Ritter

Eberhard Ritter (* 6. September 1938 in Alzenau; † 23. Juni 2020 in Würzburg) war Geistlicher und Ehrenbürger von Greußenheim.

Geistliche Laufbahn[Bearbeiten]

Am 29. Juni 1965 weihte ihn Bischof Dr. Josef Stangl in Bad Kissingen zum Priester. Seine Kaplansjahre verbrachte Ritter in Heigenbrücken, Kleinostheim, Kitzingen und in der Gemeinde St. Elisabeth im Würzburger Stadtbezirk Zellerau.

Pfarrer in Greußenheim[Bearbeiten]

Von 1972 bis 2008 war er Pfarrer von St. Bartholomäus in Greußenheim im Landkreis Würzburg. 1973 bekam er außerdem einen Seelsorgeauftrag für die katholische Filialkirche Verklärung unseres Herrn Jesus Christus in Uettingen und wurde 1976 auch Verweser von St. Josef in Roßbrunn, wo er 1987 zum Pfarrer von Roßbrunn ernannt wurde. 1999 übernahm Ritter außerdem das Amt des Präses der Kolpingsfamilie Greußenheim. 2001 wurde Ritter von Roßbrunn entpflichtet, die Filiale Uettingen betreute er noch bis 2003. Ritter wurde ab 2000 Ökumenebeauftragter im Dekanat Würzburg links des Mains und 2006 Caritasseelsorgers für das Dekanat. Ritter engagierte sich unter anderem bei den Kirchenrenovierungen in Uettingen, Greußenheim, Roßbrunn und St. Kilian in Mädelhofen. 2008 trat er in den Ruhestand und wohnte seit Frühjahr 2013 in Würzburg.

Ehrenamtliches Engagement[Bearbeiten]

In Greußenheim initiierte er den Musikverein und Spielmannszug. [1] Die Mithilfe bei der Ausbildung in der Musikkapelle sowie die Imkerei zählten zu seinen Hobbys.

Im Jahre 1975 gründete er die Interessengemeinschaft „Zwiebeltrater“ und initiierte die berühmten Prunksitzungen, die er 33 Jahre als Sitzungspräsident leitete. Immer wieder schlüpfte er dabei in verschiedene Rollen. [2]

Anfang 1981 startete er mit dem damaligen Pfarrgemeinderatsmitglied Bruno Scheiner die Polenhilfe. Er organisierte bereits vor der Solidârnozc-Bewegung Transportfahrten mit Hilfsgütern für die in Not geratene polnische Bevölkerung in Makow-Podhalanski bei Krakau. Makow-Podhalanski gehört zum Bistum Krakau, dessen früherer Kardinal Karol Jozef Wojtyla, der spätere Papst Johannes Paul II. war (Weihbischof, Bischof, Kardinal 4. Juli 1958 – 15. Oktober 1978). Bei dieser Gelegenheit lernte er auch Wojtylas Nachfolger in Krakau, Kardinal Franciskus Macharski und den Pfarrer von Makow- Podhalanski Franziscek Dzuigonski kennen. Eberhard Ritter erhielt als Dank das „Solidânozc-Abzeichen“. Es folgten weitere Fahrten, die den Pfarrer von Greußenheim als aktiven Samariter bekannt machten. Als große Ehre wurde er im Jahre 2005 in den seit 1765 bestehenden polnischen Stanislaus-Orden aufgenommen.

1981 wurde Pfarrer Eberhard Ritter stellvertretender Ortsbeauftragter des Malteser Hilfsdienst Ortsverein Greußenheim. 1986 erfolgte die Ernennung von Pfarrer Eberhard Ritter zum MHD-Pfarrer.

Großes Engagement zeigte er auch als aktiver Feuerwehrmann in der Gemeinde Greußenheim durch seine über 35jährige Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr Greußenheim. Als Höhepunkt seiner Leistung erwarb er kurz vor Vollendung seines 60. Lebensjahres als Maschinist bei der Leistungsprüfung „Löschangriff“ der Freiwilligen Feuerwehr Greußenheim ohne Fehler das silberne Leistungsabzeichen.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]