DenkOrt Deportationen Greußenheim

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DenkOrt Deportationen vor dem Rathaus in Greußenheim

Der DenkOrt Deportationen Greußenheim erinnert an die vertriebenen und ermordeten Jüdinnen und Juden der Gemeinde Greußenheim.

Lage

Der DenkOrt befindet sich in der Würzburger Straße direkt neben dem Zugang zum Rathaus.

Beschreibung

Der Reisekoffer aus Metall, auf dem noch ein Kinderspielzeug - Flieger - in ein Kofferband eingeklemmt ist, wurde von den Künstlern Bernd Waack und Werner Rüger kreiert und künstlerisch gestaltet. Sein Gegenstück befindet sich seit Juni 2023 am DenkOrt Deportationen am Bahnhofvorplatz in Würzburg. Er erinnert an die jüdischen Mitbürger aus Greußenheim, die zwischen 1941 und 1943 vom ehemaligen Güterbahnhof Aumühle und vom Hauptbahnhof Würzburg aus in Konzentrationslager in Osteuropa deportiert wurden. Die Idee für Greußenheim ein Zeichen zu setzen hatte Thomas Rützel im Rahmen der Bearbeitung seines Buches über die „Die Geschichte der Juden von Greußenheim“.

Bildergalerie

Geschichte

In Greußenheim lebten von 1675 bis 1936 über 250 Jahre lang Juden. Wer sie waren, wie sie lebten, ist weitgehend nicht bekannt. Sie haben hier in Greußenheim ihre Kindheit verbracht, gelebt und gearbeitet und sich zuhause gefühlt. Als Hitler 1933 Reichskanzler wurde und damit die Rassenlehre des Nationalsozialismus das Vorhalten gegen die jüdische Bevölkerung zunehmend prägte, verließen die jüdischen Familien zunehmend Greußenheim. Betroffen von der nationalsozialistischen Judenpolitik, die auf Verdrängung, Vertreibung und Vernichtung abzielte, waren auch aus Greußenheim stammende Juden und deren Nachkommen.

► Geschichte der jüdischen Gemeinde Greußenheim

Siehe auch

Quellen und Literatur

  • Greußenheimer Beitrag zum „DenkOrt Deportationen.“ In: Mitteilungsblatt Verwaltungsgemeinschaft Hettstadt, Ausgabe 08/2023, S. 27
  • Thomas Rützel: Die Geschichte der Juden in Greußenheim. Ein Beitrag zur Heimatforschung und zur Erinnerung. Verlag Religion & Kultur, Zell a. Main 2019

Pressespiegel

Weblinks

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