Matthäuskirche (Höchberg)

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Evangelisch-lutherische Matthäuskirche in Höchberg

Die Matthäuskirche in Höchberg ist eine Evangelisch-Lutherische Pfarrei im Evangelisch-Lutherischen Dekanatsbezirk Würzburg im Kirchenkreis Ansbach-Würzburg.

Geschichte

Die evangelische Gemeinde in Höchberg geht in ihren Anfängen bis in das ausgehende 19. Jahrhundert zurück. Am 12. Februar 1893 kam das erste evangelische Gemeindemitglied nach Höchberg, weitere folgten. Zunächst wurden sie von der Gemeinde St. Stephan in Würzburg betreut, 1913 übernahm die neu erhobene Pfarrei St. Paul in Heidingsfeld die Betreuung und ab 1922 die neu errichtete Deutschhausgemeinde.

Zu Beginn des Jahres 1935 fand in einem oberen Zimmer der Turnhalle zu Höchberg der erste evangelische Gottesdienst mit Stadtvikar Hans Stettner statt. Nach dem Zweiten Weltkrieg ließ der Zustrom an Evakuierten und Flüchtlingen die Zahl der Gemeindemitglieder auf 600 ansteigen. Sie hielten ihren Gottesdienst zunächst am Sonntagnachmittag in der katholischen Pfarrkirche Mariä Geburt. 1951 wurde die verwaiste Höchberger Synagoge angekauft, die unter dem damals unter dem Seelsorger Vikar Werner Hirsch zur heutigen Matthäuskirche umgebaut wurde. Die Einweihung war am 16. Dezember 1951. Die rechtliche Loslösung von der Muttergemeinde der Deutschhauskirche erfolgte 1956. Am 23. Mai 1962 wurde St. Matthäus zur Pfarrei erhoben. Waldbüttelbrunn und das Steinbachtal wurden von Höchberg aus mitversorgt.

1977 wurde die Matthäuskirche saniert und auf 150 Sitzplätze erweitert. Das Tonnengewölbe der früheren Synagoge behielt man bei; im Obergeschoss entstand ein Gemeindesaal und die Gemeindebibliothek. Die Einweihung fand am 6. März 1979 statt.

Baubeschreibung

Der tonnengewölbte Massivbau mit Halbwalmdach und Dachreiter hat geohrte Fensterrahmungen.

Innenraum

Die Menora, der siebenarmige Leuchter, erinnert an die jüdische Geschichte des Hauses und wurde 1979 durch die Marktgemeinde gestiftet. An den Pfeilern, hinter denen sich ursprünglich auf einer kleinen Empore die Frauensynagoge mit dem jüdischen Ritualbad, der Mikwe, befand, sind die Symbole der vier Evangelisten zu sehen. Markus wurde zum Löwen, Lukas zum Stier, Johannes zum Adler, und Matthäus wurde als Mensch mit Flügeln, als Engel dargestellt. Nach ihm heißt die Kirche Matthäuskirche. Diese Figuren aus Lindenholz, die Christusfigur und der Altar wurden von Klaus Rother gestaltet. Das Kirchenfenster „DER BRENNENDE DORNBUSCH“ stammt von Hanna Böhl.

Siehe auch

Quellen und Literatur

Weblinks

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