St. Ägidius (Holzkirchhausen)

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St. Ägidius Holzkirchhausen Außenansicht
St. Ägidius Holzkirchhausen Innenansicht

Die Kuratiekirche St. Ägidius ist das katholische Gotteshaus des Helmstadter Gemeindeteils Holzkirchhausen und befindet sich in der Ortmitte in der Kirchstraße 1.

Patrozinium[Bearbeiten]

Der Heilige Ägidius von St. Gilles (* um 640 in Athen; † 1. September wahrscheinlich 720 im heutigen Saint-Gilles) war zunächst ein griechischer Kaufmann und später Abt der Abtei Saint-Gilles in Südfrankreich. Er gehört zu den 14 Nothelfern und ist zuständig für eine gute Beichte und für stillende Mütter. Im Mittelalter war er einer der populärsten Heiligen. Patrozinium ist am 1. September.

Geschichte[Bearbeiten]

1305 wird erstmals eine Kirche in Holzkirchhausen erwähnt. Hier wurde der Kapelle St. Ägidien zu Hausen ein Vermächtnis verschrieben. 1698 stürzt ein Teil der Kirche ein und die Gemeinde bittet Fürstbischof Johann Gottfried von Guttenberg um Errichtung einer neuen Kirche. 1712 erfolgte die Grundsteinlegung und ein Jahr später konnte der Neubau begonnen werden. 1717 erhielt die Kirche die bischöfliche Konsekration durch Weihbischof Johann Bernhard Mayer. Da der heilige Ägidius schon Patron der alten Kirche war, wurde ihm auch die neue Kirche geweiht. 1844 wird Holzkirchhausen Kaplanei und erhält wieder einen eigenen Seelsorger. Zwischen 1753 und 1879 fanden größere und kleinere Renovierungen im Inneren und Äußeren der Kirche statt und 1886 wurde die Sakristei neu erbaut. 1950 wurde eine Heizung eingebaut. 1978 verließ mit Pater Aust der letzte vor Ort ansässige Priester das Dorf. 2011 erfolgte die letzte Außenrenovierung, ein Jahr später die letzte Innenrenovierung.

Baubeschreibung[Bearbeiten]

Die katholische Kuratiekirche St. Ägidius ist ein Saalbau mit eingezogenem Chor und Sakristeianbau. Das Satteldach krönt ein Giebelreiter als Glockenturm aus dem Jahre 1712 bis 1713. Der Kirchhof ist befestigt und hat ein Kruzifix aus dem 19. Jahrhundert. An der Kirchhofmauer befindet sich ein Gedenkstein von 1715.

Fledermausguano[Bearbeiten]

Das Gebälk der Kuratiekirche bietet zahlreichen Fledermäusen eine Heimat. Der Fledermauskot (Fledermausguano) ist ein hervorragender Dünger und wurde in der Vergangenheit im Rahmen von Aktionen an die Bevölkerung verkauft.

Bildergalerie[Bearbeiten]

Pfarrsprengel[Bearbeiten]

Das Kuratiegebiet umfasst den Helmstadter Ortsteil Holzkirchhausen.

Seelsorger (Auswahl)[Bearbeiten]

Pfarreiengemeinschaft[Bearbeiten]

Die Kuratie St. Ägidius gehört zur Pfarrei St. Martin (Helmstadt) in der Pfarreiengemeinschaft Hl. Benedikt zwischen Tauber & Main.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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