Capri Blaue Grotte

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Capri Blaue Grotte
Außengastronomie des Capri Blaue Grotte

Das Capri und Blaue Grotte ist ein italienisches Restaurant und Pizzeria in der Elefantengasse im Stadtbezirk Altstadt (Stadtteil Peter). Es hat einen kleinen Außenbereich. Im Keller kann man in der sogenannten „Blauen Grotte“ essen, einem Nachbau der „Grotta Azzurra“ auf Capri. Sie wurde als „Bier- und Speisewirtschaft Capri (Sabbie di Capri)“ am 24. März 1952 von Nicolino di Camillo eröffnet und gilt als älteste Pizzeria Deutschlands.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Begründer, Nicolino di Camillo, verließ in der Nachkriegszeit seine Heimat Abruzzen (Italien) und zog mit einer amerikanischen Armee-Einheit nach Nürnberg. In Fürth arbeitete er in einer Küche und wurde von den Amerikanern meist nur „Nick“ genannt. In einer Nürnberger Oper lernte er Janine Schmitt aus Würzburg kennen, mit der er schließlich im kriegszerstörten Würzburg ein kleines Restaurant eröffnen wollte. Das Uffenheimer Bräustüble in der Elefantengasse bot sich für diese Zwecke an, da das eingeschossige Gebäude die Bombardierung Würzburgs fast unbeschadet überstanden hatte und bis dahin als Schuhlager diente. Zu Beginn bestand die Kundschaft hauptsächlich aus amerikanischen Soldaten, was sich dann jedoch schnell änderte. [1] Später übernahm dann für viele Jahrzehnte Nicolinos Bruder „Peppino“ di Camillo (* 15. Juli 1927; † 26. November 2014) mit seiner Frau Vera das Capri.

Von 1993 bis 2000 war Biggi Seuffert Wirtin im „Capri“, bevor sie das Postkutscherl übernahm und mit ihrem Partner dort ein Hotel angliederte. 2014 haben die Wirtsleute des „Postkutscherl“ das kleine Haus in der Elefantengasse komplett übernommen. Seit 2000 wurde das „Capri“ vom „italienischen Jugoslawen“ Giovanni und von Andrea Christoph geführt, die vor einiger Zeit das „Il Felice“ in der Pleicherschulgasse 6-8 übernommen und im Juni 2016 wegen der Doppelbelastung das „Capri“ aufgegeben haben. Biggi Seuffert und ihr Partner, die Besitzer des Hauses, versicherten gegenüber der Main-Post, dass die Wiedereröffnung nicht mehr lange auf sich warten lässt. [2]

Namensgeber[Bearbeiten]

Nicolino di Camillo nannte die Pizzeria „Bier- und Speisewirtschaft Capri“. An die Außenwand des Restaurants schrieb er „Sabbie di Capri“ („Sand von Capri“) - auch eine Anspielung auf die nahegelegene Sanderstraße. Aktuell läuft die Pizzeria unter der Bezeichung „Capri und Blaue Grotte“. Dabei ist das „Capri“ (benannt nach der gleichnamigen Felseninsel im Tyrrhenischen Meer im Golf von Neapel) das Speiselokal im Erdgeschoss und die „Blaue Grotte“ das Kellergewölbe, welches seit 1956 der namensgebenden Grotte nachempfunden ist.

Essen und Trinken[Bearbeiten]

  • Traditionelle italienische Küche (auch zum Mitnehmen)
  • Italienische und fränkische Weine
  • Bier: Würzburger Hofbräu

Öffnungszeiten[Bearbeiten]

  • Montag - Samstag: 11.30 - 14.00 Uhr, 18.00 - 23.30 Uhr
  • Sonntag: 11.30 - 14.30 Uhr, 18.00 - 22.30 Uhr

Anschrift[Bearbeiten]

Capri Blaue Grotte
Elefantengasse 1
97070 Würzburg
Telefon: 0931 - 54557

ÖPNV[Bearbeiten]

Straßenbahn.png Nächste Straßenbahnhaltestelle: Sanderring


Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Oliver Janz, Roberto Sala (Hrsg.): Dolce Vita? Das Bild der italienischen Migranten in Deutschland. Campus Verlag GmbH, Frankfurt am Main 2011, S. 70/71 (Digitalisat)

Quellen[Bearbeiten]

  • Nikola Treutlein/Katharina Hitz: Würzburg genießen und entdecken. Südwest-Verlag, 1995, ISBN 3-517-01821-X, S. 61.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Main-Post: „Die Pizzeria - die ,Blaue Grotte‘“ (3. Dezember 2006)
  2. Main-Post: „Deutscher Wirt in der ältesten Pizzeria Deutschlands“ (28. Juni 2016)

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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