Babenberger Fehde

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Die Babenberger Fehde war eine Auseinandersetzung zwischen 892 und 906 zwischen den Familien der fränkischen Babenberger und der Konradiner um die Macht im mittleren Maingebiet.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Nach seinem Regierungsantritt 887 nahm Arnulf von Kärnten den Babenbergern nach und nach ihre Grafschaften ab und versuchte, die Anhänger seines Vorgängers Karl zu schwächen. Gleichzeitig bevorzugte er seine konradinische Verwandtschaft, die von Anfang an Auftrag und Ziel hatte, die babenbergische Machtposition nachhaltig zu brechen.

Verlauf der Auseinandersetzung[Bearbeiten]

Im Jahr 892 erreichte die Konfrontation einen ersten Höhepunkt, als Arnulf den Babenberger Poppo in Thüringen durch den Konradiner Konrad dem Älteren ersetzte und Konrads Bruder Rudolf I. Bischof von Würzburg wurde. Es dauerte aber vermutlich noch bis 897, ehe die Situation eskalierte, und noch weitere fünf Jahre (Arnulf war 899 gestorben und sein Sohn Ludwig IV. das Kind war der neue König) bis zur ersten großen Auseinandersetzung.

Im Jahr 902 trafen die Konradiner und die Babenberger erstmals in einer Schlacht aufeinander. Diese Schlacht, die die Konradiner für sich entschieden, bedeutet für drei der sieben Hauptbeteiligten den Tod.

Gebhard war im Jahr 903 vom König zum Statthalter und Herzog in Lothringen ernannt worden. Er konnte sich dort auch durchsetzen, obwohl er nicht in Lothringen residierte, sondern sich fast ständig in der Nähe des Königs aufhielt. Als im Jahr 906 gegen ihn ein Aufstand losbrach, übertrug er dessen Bekämpfung seinem Neffen Konrad dem Jüngeren, da die Fehde mit den Babenbergern gleichzeitig in ihre entscheidende Phase trat und seine Anwesenheit in Franken erforderlich war. Die entscheidende Schlacht war am 27. Februar 906 bei Fritzlar/Hessen.

Konsequenzen[Bearbeiten]

Das Ergebnis der Fehde war für die Babenberger der Verlust der Macht in Franken, für die Konradiner mittelbar der Gewinn des ostfränkischen Königsthrons durch Konrad der Jüngere. Frickenhausen am Main gelangte 903 an das Hochstift Würzburg im Wege einer Schenkung, nachdem der gräflich babenbergische Besitz infolge der Babenberger Fehde dem Reich verfallen war und die durch Adalbert von Babenberg entstandenen Schäden ausgleichen sollte.

Siehe auch[Bearbeiten]


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