August Sperl

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August Sperl

August Sperl (* 5. September 1862 in Fürth; † 7. April 1926 in Würzburg, bestattet in Castell) war deutscher Archivar, Historiker und Schriftsteller.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Nach dem Abitur studierte August Sperl Philologie und Geschichte in Erlangen, Tübingen und München. Von 1887 bis 1910 war er Kreisarchivsekretär in Amberg (dort von 1891 bis 1901 am Staatsarchiv tätig), Archivrat (1902 bis 1907) in der Grafschaft Castell zu Diensten der Fürsten von Castell, Archivar in Nürnberg und von 1910 bis zu seiner Pensionierung 1926 Reichsarchivrat (und ab 1920 Direktor des Archivs) in Würzburg. [1]

Schriftsteller in Würzburg[Bearbeiten]

Seine Arbeit als Autor begann mit einem biographischen Werk über seinen Großvater, den protestantischen Prediger und Kirchenrat Georg Christian August Bomhard (1787-1869). [2] Sein literarisches Hauptwerk besteht aus historischen Romanen und Novellen, die oft auf Grundlage realer historischer Gegebenheiten oder Personen entstanden, beispielsweise des Dreißigjährigen Krieges oder der ersten Kreuzzüge. 1925 erschien zum 400. Jahrestag des Deutscher Bauernkrieges der Roman „Der Bildschnitzer von Würzburg“, in dem er das Leben von Tilman Riemenschneider literarisch verarbeitete. Sperls Bücher wurden in Deutschland bis in die 1930er Jahre zum Teil in hohen Auflagen verlegt. Danach wurden ausgewählte Werke erst wieder ab Ende der 1990er Jahre gedruckt und als Hörbuch neu aufgelegt.

Posthume Würdigung[Bearbeiten]

Die Stadt Würzburg benannte die August-Sperl-Straße im Würzburger Stadtbezirk Frauenland nach dem Schriftsteller.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Richard Zürrlein: Literatur im provinziellen Umfeld, in: Unterfränkische Geschichte, hrsg. von Peter Kolb und Ernst-Günter Krenig, Band 5/2, Echter Verlag, Würzburg 2002, S. 377-466, S. 386-388
  2. Wikipedia: August Bomhard

Weblinks[Bearbeiten]

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