Albert Banska

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Albert Banska

Albert Banska (* 12. April 1889 in Fischbach/Oberpfalz; † 20. Februar 1957 in Würzburg) war ein Holzschneider, dessen bevorzugte Motive fränkische Winkel und Landschaften, Bergmotive und italienische Impressionen waren.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Nach einer Keramiklehre besuchte er die Staatliche Gewerbeschule in München. Von dem Schweizer Grafiker Max Bucherer [1] erlernte er die Kunst des Holzschneidens, die ihn sein gesamtes Leben nicht mehr loslassen sollte. Selten erschienen bei ihm andere graphische Techniken.

Genre[Bearbeiten]

Von seiner inneren Einstellung der Natur verbunden – er war Mitglied der Wandervogelbewegung [2] – widmete er sich meist Landschaftsdarstellungen, selten sieht man figürliche Motive. Fränkische Winkel und Landschaften, Bergmotive und italienische Impressionen beherrschen seine Holzschnitte.

Pflegte Banska in den Anfangsjahren seine Schnitte nur im Schwarz-Weiß-Druck zu halten, so erweiterte er sein Arbeitsgebiet später durch die Einbeziehung auch anderer Farben, um dann nahezu restlos zum Farbenholzschnitt überzugehen. Er war, ursprünglich Keramiker, dann – vor dem Ersten Weltkrieg – an der Königlichen Kunstgewerbeschule München [3] im Holzschnitt ausgebildet, Meister in seinem Fach, vor allem im Farbholzschnitt, den er zu aquarellhafter Wirkung verfeinerte.

Leben und Wirken in Würzburg[Bearbeiten]

Nach längerem Aufenthalt in Ascona kam er Ende 1918 nach Würzburg und fand zuerst Unterschlupf in einer Dachwohnung am Schmalzmarkt im Hause des ehemaligen Textilhauses Freudenreich, hoch über Würzburgs Dächern. Nach dem Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945, bei dem das Haus am Schmalzmarkt zerstört wurde, verschlug es ihn in „seinen Steingarten“ im Lützelgrund zwischen Randersacker und Lindelbach, wo ihn auch beispielsweise die Grombühler Mundartdichterin Elisabeth Scheuring gerne und oft besuchte. Angeregt durch seinen Aufenthalt in Ascona schuf er dort aus riesigen Felsblöcken, ein kleines Naturwunder.

Letzte Ruhestätte[Bearbeiten]

Er starb mit fast 68 Jahren nach kurzer Krankheit am 20. Februar 1957 in einer Würzburger Klinik. Sein Grab auf dem Würzburger Hauptfriedhof wurde vor einigen Jahren aufgegeben.

Autobiografie[Bearbeiten]

„Komme vom Handwerk (Keramik) – als 17jähriger nach Neapel „gewalzt“. Der Schweizer Max Bucherer war im Winter 1910 mein Lehrer im Holzschnitt. Frühling 1911 wieder in Ascona und Italien. Die Landschaft im Gegensatz zum Modell fand ich hier kostenlos – so wurde ich Landschafter – Toni Faistauer und Robin Christian Andersen waren meine Freunde durch lange schöne Wander- und Hungerjahre. Einmal hatte ich im Tessin eine alte Mühle gepachtet. Dort trafen wir uns immer wieder. Das war unser Ausfallstor nach Italien, Südfrankreich und Dalmatien. Der Krieg verschlug mich nach Würzburg. Fränkischer Muschelkalk in meinem Steingarten gibt mir ferne Erinnerungen an Italiens Bergstädte und Kastelle, Sonne und Gärten.“

Bildergalerie[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Hinweise[Bearbeiten]

  1. Nähere Informationen über den Schweizer Grafiker Max Bucherer bei buchererpianos.ch [1].
  2. Wandern, Abenteuerlust und das Ausleben der individuellen Persönlichkeit gegen den autoritären Einfluss von Eltern und Lehrern. Das hatte sich die Wandervogelbewegung um 1900 auf ihre Fahnen geschrieben. 1901 in Berlin von Karl Fischer gegründet, breitete sich diese Strömung der bürgerlichen Jugendbewegung rasant aus. Noch heute existieren Ortsgruppen in ganz Deutschland. Nähere Informationen bei Wikipedia [2].
  3. Nähere Informationen zur Königlichen Kunstgewerbeschule München bei Wikipedia [3].