Wolfgang Adolph von der Tann

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Wolfgang Adolph von der Tann (* 20. September 1565 in Rockenstuhl; † 19. Januar 1621 in Würzburg) war Domherr in Würzburg.

Familiäre Zusammenhänge

Die von der Tann sind ein fränkisches, nach der Reformation evangelisches Adelsgeschlecht. Der Stammsitz derer von der Tann ist seit dem 12. Jahrhundert Schloss Tann in der hessischen Rhön. Sein Vater war Melchior Anark von der Tann, sein Bruder Wolfgang von der Tann.

Leben und Wirken

Tonsuriert wurde Wolfgang Adolph am selben Tage wie sein Bruder Wolfgang, am 19. März 1575, in St. Jakob im Schottenkloster. Am 24. März wurde er Chorherr im Adeligen Säkularkanonikerstift St. Burkard nachdem Jobst von Mörlau seine Stelle resigniert hatte. Am 19. Januar 1581 wurde er als Domizellar aufgeschworen. Anschließend studierte er an den Universitäten Dillingen und Ingolstadt. Am 23. Dezember 1589 erhielt Wolfgang Adolph die vier niederen Weihen und empfing das Subdiakonat. 1591 wurde er Domkapitular. Seine Chorherrenstelle zu St. Burkard resignierte er vor 1593. Bis 1595 hatte sein Vater Melichor Anark 2496 Gulden für ihn aufgebracht, worin 2000 Gulden „für Herrn Wilhelms seligen Hof”, der Kurie Tannenberg des 1591 verstorbenen Domscholasters Wilhelm Schutzpar. Von 1605 bis zu seinem Tode war Wolfgang Adolph Domkantor. 1609 ließ er einen Altar für den Kiliansdom zu Ehren der Apostel Peter und Paul schnitzen und malen. 1611 wurde Wolfgang Adolph als Nachfolger von Conrad Friedrich von Thüngen zum Landrichter des kaiserlichen Landgerichts im Herzogtum zu Franken ernannt. Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn setzte ihn zwei Wochen vor seinem Tode, gmeinsam mit dem Domdechanten Konrad Friedrich von Thüngen und den Domherrn und Landrichter Erhard von Lichtenstein als Statthalter für die weltliche Regierung ein.

Letzte Ruhestätte

Seine letzte Ruhe fand er im Kapitelhaus (4. Reihe, 28. Stelle), Die Grabplatte hat sich an der Südwand des Domkreuzganges erhalten.

Siehe auch

Quellen

  • Hans Körner, Forschungsergebnisse zur Tann'schen Familiengeschichte im 16. bis 19. Jahrhundert, Hilders 2018, ISBN 978-3-000-60329, S. 175 f.
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