Synagoge in Geroldshausen

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Die ehemalige Synagoge in Geroldshausen ist bis zum heutigen Tag erhalten geblieben.

Jüdische Gemeinde Geroldshausen

In Geroldshausen bestand eine jüdische Gemeinde bis 1938/41. Eine kleine jüdische Gemeinschaft wird erstmals 1345 in Geroldshausen erwähnt. In den folgenden Jahrhunderten gibt es keine Quellen zu jüdischer Ansiedlung im Dorfe. Die Wurzeln einer Gemeinde liegen im ausgehenden 17.Jahrhundert. Auf den Matrikellisten von 1817 sind für Geroldshausen insgesamt 10 Familienvorstände genannt. An Einrichtungen waren eine Synagoge, eine Religionsschule und ein rituelles Bad vorhanden. Die Toten der Gemeinde wurden auf dem jüdischen Friedhof in Allersheim beigesetzt. Zeitweise hatte die jüdische Gemeinde gemeinsam mit der Nachbargemeinde Kirchheim einen jüdischen Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war. Die kleine Gemeinde gehörte wie die meisten israelitischen Gemeinden des Bezirksamtes Ochsenfurt von 1840 bis 1850 zum Rabbinatbezirk von Marktsteft, bis 1871 zu Mainbernheim, bis 1937 zum Bezirksrabbinat Kitzingen, zuletzt dann zum Rabbinat Würzburg.

Geschichte der Synagoge

Die Synagoge wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaut. In der Synagoge wurden zwei wertvolle Toraschrein-Vorhänge von 1843/44 aufbewahrt, möglicherweise aus der Zeit nach der Einweihung der Synagoge. Bei der Synagoge handelte es sich um einen Sandsteinbau. Im Gebäude befand sich auch die Lehrer- und Vorbeterwohnung. Wie lange die Synagoge auf Grund der klein gewordenen Anzahl jüdischern Einwohner zu regelmäßigen Gottesdiensten genutzt wurde, ist nicht bekannt.

Ortsrabbiner

Nutzung nach dem Zweiten Weltkrieg

Die ehemalige Synagoge blieb nach 1945 erhalten, kam in Privatbesitz und wurde zu einem bis heute bestehenden Wohnhaus umgebaut. Die Bausubstanz ist noch fast vollständig erhalten.

Siehe auch

Quellen

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