Sven Lusin
Sven Lusin (* 17. März 1920; † 11. Dezember 1999 [1]) war Architekt in Würzburg.
Familiäre Zusammenhänge
Seine Söhne Jörg Lusin und Gert Lusin sind ebenfalls Architekten.
Leben und Wirken
Sven Lusin wuchs im Gut Czutellen in Ostpreußen auf, am Luisengymnasium in Memel legte er 1941 das Abitur ab. Danach wurde er im Zweiten Weltkrieg an die Front geschickt. Die letzte Kriegsverletzung führte den mehrfach ausgezeichneten Arillerieleutnant 1944 ins Lazarett nach Bad Mergentheim. Dort lernte er die junge Krankenschwester Rita Englert kennen, die er 1945 heiratete. Von Bad Mergentheim aus nahm Sven Lusin das Architekturstudium an der Technischen Hochschule in Stuttgart auf und begann nach dem Diplom die berufliche Laufbahn für vier Jahre als freier Mitarbeiter im Würzburger Architekturbüro Scholz. [2] 1953 machte er sich selbstständig.
Das neu gegründete Architekturbüro in der Dreikronenstraße war von Anfang an gut beschäftigt in der Ruinenstadt und wuchs stetig. Trotz des umfangreichen Auftragsbestandes wurde jeder Planung die größte Aufmerksamkeit gewidmet. Der 1990 angetretene Ruhestand war erfüllt von der Beschäftigung mit den früher vernachlässigten Hobbys, von Reisen, die das Ehepaar Lusin bevorzugt an ferne Meeresküsten führte. Das Büro hatte er an seine zwei Söhne übergeben.
Bauten in Würzburg
- 1960: Vierflügelanlage Sanderstraße 10 (anstelle des 1945 zerstörten Hofs Reinhartsbrunn)
- 1963: Wiederaufbau Hotel Franziskaner am Franziskanerplatz
- 1970: Umbau zum Cine-Citta Bavaria in der Juliuspromenade
Quellen
- Biographische Mappe im Stadtarchiv Würzburg (eingesehen am 11. Februar 2026)
- Margit Meier: Das Geschäft mit den Träumen: Kinokultur in Würzburg. Verlag Königshausen & Neumann GmbH, Würzburg 2009, S. 136
