Reginhard von Abenberg

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Reginhard von Abenberg (* um 1120; † 15. Juni 1186 in Würzburg) war von 1171 bis zu seinem Tode Bischof von Würzburg.

Familiäre Zusammenhänge

Reginhard stammt aus dem Grafengeschlecht von Abenberg ist der Onkel des Dompropstes Gerlach von Abenberg.

Leben und Wirken

Reginhard war seit 1151 Kanoniker und Propst am Stift Neumünster und seit 1154 Kanoniker am Würzburger Dom. Er regierte das Bistum zunächst ab 1177 als Elekt, erst sechs Jahre später erhielt er die Bischofsweihe. 1170 stiftet er von einem Hof in Riedenheim 20 Scheffel Weizen zum Vesperbrot der Stiftskanoniker. Zeitweise bewohnte er die Kurie Katzenwicker.

Politik

Reginhard war am 5. Italienfeldzug von Kaiser Friedrich Barbarossa phasenweise beteiligt. Ende 1175 wandte sich der Kaiser an die Fürsten mit der Bitte, ihn mit neuen Kontingenten zu unterstützen. Das Bistum Würzburg stand an seinen finanziellen Grenzen und das Domkapitel hatte bei der Verpfändung seiner Güter abzuwägen zwischen der enormen finanziellen Belastung einerseits und dem Wohlwollen des Kaisers andererseits. Beim Frieden von Venedig im Juli 1177 mit Alexander III. war das Bistum Würzburg unter anderem vertreten durch den Reichskanzler und Würzburger Dompropst Gottfried I. von Spitzenberg, dem späteren Bischof.

Auch wenn Reginhard sich kaum in der Reichspolitik engagierte, war er unmittelbar am Sturz Heinrichs des Löwen beteiligt. Auf dem Reichstag 1180 in Würzburg wurden Heinrich alle Reichslehen aberkannt.

Siehe auch

Quellen und Literatur

  • Enno Bünz: Stift Haug in Würzburg. Untersuchungen zur Geschichte eines fränkischen Kollegiatstiftes im Mittelalter. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1998, ISBN 3-525-35444-4, S. 205
  • Peter Kolb, Ernst-Günter Krenig (Hrsg.): Unterfränkische Geschichte. Band 1: Von der germanischen Landnahme bis zum hohen Mittelalter. Echter, Würzburg 1989, ISBN 3-429-01263-5, S. 346–348.
  • Alfred Wendehorst: Das Stift Neumünster in Würzburg. Germania Sacra NF 26: Die Bistümer der Kirchenprovinz Mainz. Das Bistum Würzburg 4. de Gruyter, Berlin/New York 1989, S. 293, ISBN 3-11-012057-7
  • Alfred Wendehorst: Das Bistum Würzburg Teil 1 - Die Bischofsreihe bis 1254. In: Max-Planck-Institut für Geschichte (Hrsg.): Germania Sacra - Neue Folge 1 - Die Bistümer der Kirchenprovinz Mainz. Walter de Gruyter & Co., Berlin 1962, S. 170 ff.


Vorgänger Amt Nachfolger
Herold von Höchheim Bischof
1171 - 1186
Gottfried I. von Spitzenberg


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