Peter R. Pracher

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Peter Rudolf Pracher (* 10. Oktober 1938; † 29. Juni 2009) [1] war Restaurator und Leiter eines Restaurierungs- und Konservierungsbetriebs für Kunstschätze in Würzburg von 1964 bis 2008.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Nach dem Besuch der Oberrealschule absolvierte Peter R. Pracher eine Lehre bei seinem Vater, dem Diplom-Malermeister und Kirchenmaler Rudolf Pracher. Darauf folgte 1961 der Besuch der Berufsakademie in München und ein Volontariat für Skulpturenrestaurierung am Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege in München und am Doernerinstitut der Pinakothek in München zur Konservierung von Gemälden. Anschließend krönte er seine Ausbildung mit einem Aufenthalt bei dem angesehenen Restaurator Professor Leonetto Tintori in Florenz. Dort arbeitete Peter Pracher am Palazzo Pitti, zudem in Padua, Venedig und Neapel. Ab 1964 kehrte er in den elterlichen Betrieb nach Würzburg zurück und übernahm zusammen mit seiner Frau Britta dessen Leitung.

Seine letzte Ruhestätte fand Peter Rudolf Pracher auf dem Würzburger Hauptfriedhof.

Leiter des Restaurierungsbetriebs[Bearbeiten]

In Würzburg gelang es Peter R. Pracher, das ganze Spektrum der restauratorischen Tätigkeit abzudecken. Er und sein versiertes Team erhielten zahlreiche Aufträge für die Restaurierung von Kunstwerken in Museen, Kirchen und weltlichen Gebäuden. International arbeitete er für die Universität Ankara bei der Freskenkonservierung griechisch-römischer Funde in Bodrum oder für das Deutsche Archäologische Institut in Rom bei der Rettung römischer Fresken in Pompeji. Bei Erwerb und Erhaltung einer Madonna von Tilman Riemenschneider für das Mainfränkische Museum war das Atelier Peter Pracher treibende Kraft in der Restaurierung und kreativer Kopf bei der Spendenakquise für den Ankauf der Plastik. Im Jahr 2008 übergab er die Firmenleitung seinem Sohn Georg.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • „Peter Pracher ist tot: Riemenschneider und Pompeji“ - ein Nachruf des Pressedienstes des Bischöflichen Ordinariates Würzburg (2009)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]