Oskar Kloeffel

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Dr. Oskar Kloeffel (* 18. April 1893 in Neuenbuch im Spessart; † 25. Januar 1953 in Eußenheim) war Physiker, Journalist und Schriftsteller.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Kloeffel schrieb nach seinem Studium unter anderem Kritiken und Rezensionen im Kulturteil des Fränkischen Volksblattes. Als Dramatiker wurde er erstmals 1923 mit dem am Würzburger Stadttheater aufgeführten Stück „Die sieben Schmerzen Mariens“.

Kreis der Jüngeren[Bearbeiten]

Kloeffel gehörte als Mitbegründer bereits ab 1926 zum bis 1933 bestehenden Kreis der Jüngeren, einer Würzburger Gruppierung junger Literaten, die selbst eigene literarische Werke herausgab und drucken ließ, wie etwa 1928 das „Fränkische Buch“, worin Kloeffel das Fragment seines Dramas „Der Geängstigte“ publizierte.

Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Von 1928 bis 1934 leitete Kloeffel den Bühnenvolksbund. Schon 1933 stellte sich Kloeffel (insbesondere als Kulturkritiker der Mainfränkischen Zeitung und von 1942 bis 1945 als Leiter der Volksbildungsstätte Würzburg) in den Dienst nationalsozialistischer Kulturpolitik, blieb jedoch im Gegensatz zu einigen anderen Mitgliedern des Kreises der Jüngeren „innerlich distanziert“, „sachbezogen“ und „geistig unabhängig“. 1942/43 führte das Würzburger Stadttheater Kloeffels Drama „Der hohe Mut“, eine bearbeitete Fassung seines Schauspiels „Die Schlacht bei Bergtheim“ auf. Nach 1945 zog Oskar Kloeffel von Würzburg nach Eußenheim bei Karlstadt am Main und veröffentlichte nichts mehr. [1]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Kloeffel, Oskar: Die Schlacht bei Bergtheim, Historisches Schauspiel, Verlag des Bühnenvolksbundes, Frankfurt 1924
  • Kloeffel, Oskar: Yuccan, Schauspiel in drei Aufzügen, Würzburg 1928 (Uraufführung in Würzburg 1932)
  • Kloeffel, Oskar: Die Fee Frankonia, Einakter, Würzburg 1930 [2]
  • Kloeffel, Oskar: Der wahre Robinson, Hünenburg Verlag, Straßburg 1943

Nachlass[Bearbeiten]

Sein literarischer Nachlass mit zahlreichen Manuskripten befindet sich im Stadtarchiv und in der Universitätsbibliothek in Würzburg.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Richard Zürrlein: Literatur im provinziellen Umfeld, in: Unterfränkische Geschichte, hrsg. von Peter Kolb und Ernst-Günter Krenig, Band 5/2, Echter-Verlag, Würzburg 2002, S. 377-466, S. 416 f. und S. 458, Anm. 113 (zitiert) und (zum Stück „Der hohe Mut“) Anm. 116
  2. Die Fee Frankonia wurde von Hermann Zilcher vertont und beim 9. Mozartfest im Rahmen der Nachtmusik uraufgeführt.

Quellen und Literatur[Bearbeiten]

  • Richard Zürrlein: Literatur im provinziellen Umfeld, in: Unterfränkische Geschichte, hrsg. von Peter Kolb und Ernst-Günter Krenig, Band 5/2, Echter-Verlag, Würzburg 2002, S. 377-466, S. 416 f.

Weblinks[Bearbeiten]