Mühltor

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Karmelitenstraße mit dem Mühltor um 1940

Das Mühltor, das am heutigen Straßendurchbruch zwischen Karmelitenstraße und Mainkai stand [1], war Teil der Stadtmauer am Mainufer.

Namensgeber und Geschichte

Seinen Namen erhielt das Mühltor nach der unteren Mainmühle. Das Mühltor ist wahrscheinlich identisch mit der 1280 genannten „porta lignorum“ [2], denn in späteren Quellen erscheint es öfters auch als „Holztor“, während das andere Holztor zuerst Rotes Tor hieß. Als im Überbau des Ersteren das Stockhaus [3] eingerichtet wurde (wohl schon im 14. Jahrhundert), änderte sich der Name in „Stockhaustor“. Bis gegen Ende des 16. Jahrhunderts hieß das Mühltor Fleischtor, nach den in seiner Nähe gestandenen Fleischbänken. [4] Erst als 1644 die Mainmühle an der Alten Mainbrücke erbaut worden war, wechselte die Bezeichnung zu „Mühltor“.

An der Holzpforte (Mühltor) wurde Holzzoll erhoben. So berichtet das Lehenbuch des Bischofs Gottfried III. von Hohenlohe. Das ist auch der Grund, weshalb vor diesem Tor ein Zollhaus stand, das sich lange hielt und der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine öffentliche Toilette eingerichtet wurde. 1502 erfolgte ein Neubau des Tores; dabei erhielt es ein Fallgatter, von dem später nichts mehr zu erkennen war, da das Tor im 18. Jahrhundert noch einmal umgebaut wurde.

Historische Abbildungen

Siehe auch

Quellen und Literatur

Einzelnachweise und Erläuterungen

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