Luigi Malipiero

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Luigi Malipiero (* 5. April 1901 in Triest; † 24. Februar 1975 in Sommerhausen) war ein Schauspieler, Bühnenbildner und Maler. Er gründete als erster Intendant das Torturmtheater Sommerhausen.

Leben und Wirken in Mainfranken[Bearbeiten]

Bis 1943 gab er Gastspiele an vielen großen Theatern, so auch mit einigen von ihm ausgestatteten Balletszenen zu den Mozartfestspielen nach Würzburg. In dieser Stadt, die damals noch im alten Glanz erstrahlte, wollte er sich niederlassen, fand aber keine Behausung. Deshalb ließ er sich auf den Rat von Freunden hin 1944 in Sommerhausen nieder.

Hier organisierte er Kulturtage auf einer provisorischen Bühne, die so großen Erfolg hatten, dass er 1950 das Torturmtheater gründete. Er wirkte am Torturmtheater in Personalunion als Schauspieler, Regisseur, Intendant, Bühnenbildner und -maler und führte im Laufe der Jahre sieben Stücke auf, darunter Johann Wolfgang von Goethes Faust sowie William Shakespeares Sturm und Sommernachtstraum.

Für die evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Bartholomäus in Sommerhausen schuf er 1960 einen „Christus mit Dornenkrone“.

Die Marktgemeinde Sommerhausen machte er in den 1950er und 1960er Jahren nahezu im Alleingang berühmt. Daneben wirkte Malipiero auch als Schauspieler an einigen Kino- und Fernsehfilmen mit. Zudem verdienten sich zahlreiche junge Theaterleute ihre ersten Sporen an seinem Torturmtheater und auch sein Beispiel des Arbeitens und Wohnens in einem Turm machte Schule bei zahlreichen Künstlern, so auch bei seinem Nachfolger als Prinzipal des Torturmtheaters, Veit Relin.

Auszeichnungen und Ehrungen[Bearbeiten]

Posthume Würdigung[Bearbeiten]

Nach ihm wurde der Malipieroplatz in Sommerhausen benannt.

Siehe auch[Bearbeiten]


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