Lindahl-Brunnen

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Der Lindahl-Brunnen im Ringpark
Lindahl-Brunnen
Ansichtskarte (mit Inschrift)

Der Lindahl-Brunnen, benannt nach dem Landschaftsarchitekten Jöns Persson Lindahl (* 27. Februar 1843 in Christianstad, Schweden, † 22. November 1887 in Würzburg), befindet sich im Ringpark auf Höhe der Neuen Universität.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Felsenbrunnen wurde im Zuge der Ringparkgestaltung von Lindahl selbst entworfen. Nachträglich wurde am 14. Juni 1901 ein Bronzetafel, ein von Farnkraut und Ilex-Zweigen umfahmtes Relief mit seinem Porträt, eingelassen, welches ursprünglich die Inschrift trug: „Dem um den Ausbau der Ringparkanlagen hochverdienten Stadtgärtner Jens P. Lindahl 1880 - 1887“ [1]. Geschaffen wurde dieses Bronzerelief von Peter Feile, einem Freund Lindahls. Es zeigt eines der wenigen von Lindahl bekannten Bildnisse.

An den Enthüllungsfeierlichkeiten, die am 14. Juni 1901 stattfanden, nahmen nicht nur Tausende Bürger teil, sondern auch die städtischen Kollegien und Vertreter der Stadtgärtnerei und des Stadtbauamts. Die Einweihungsrede hielt Kreisarchivar Sebastian Göbl, der das Denkmal an die Stadt, vertreten durch Bürgermeister Philipp Ritter von Michel, übergab.

1945 musste das Bronzerelief wegen starker Beschädigungen restauriert werden [2].

1982 wurde dem zu Lebzeiten heftig kritisierten und nach seinem Tod dann doch geehrten Stadtgärtner eine zweite Würdigung zuteil. Nach 95 Jahren wurden seine sterblichen Überreste ins Ehrengrab der Stadt Würzburg umgebetet. Der alte, auf dem Hauptfriedhof überflüssig gewordene Grabstein, bestehend aus Säule und Postament, ist nun wenige Meter vom Lindahl-Brunnen entfernt zu besichtigen und bildet mit diesem die Lindahl-Gedenkstätte.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vgl. Möller's Deutsche Gärtner-Zeitung, S. 365-367, sowie Stadtarchiv Würzburg, Verwaltungsbericht XI (1901), S. 94
  2. Vgl. Fränkisches Volksblatt vom 13. Juli 1981

Quellen[Bearbeiten]

  • Annette Wolf: Würzburger Denkmäler - Erinnerungskultur im Wandel der Zeit, Stadtarchiv Würzburg 2011

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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