Karl Richter

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Karl Richter († 1969) entstammt der Würzburger Druckerei- und Zeitungsdynastie selbigen Namens.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Die Vorfahren Karl Richters gründeten 1883 den Würzburger General-Anzeiger, der in den folgenden Jahrzehnten zu der größten Tageszeitung Unterfrankens avancierte. 1932 übernahm Karl Richter den Posten des Herausgebers, hatte aber schon sehr bald mit den Repressalien der Nationalsozialisten, die sich anstrengten, die deutsche Presselandschaft unter ihre Kontrolle zu bringen, zu kämpfen. Im Juni 1941 wurde der Würzburger General-Anzeiger eingestellt.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges lag das deutsche Pressewesen am Boden. Presseerzeugnisse konnten in Franken nur mit der Erlaubnis der amerikanischen Besatzungsbehörden erscheinen. Die Gebäude der Druckerei Richter in der Plattnerstraße waren beim Luftangriff auf Würzburg fast gänzlich zerstört worden, doch der Wiederaufbau, in materieller wie auch ideologischer Hinsicht, stand außer Frage.

Main-Post[Bearbeiten]

Mit Hilfe ehemaliger Angestellter begann Richter die Druckerei vom Schutt zu befreien. Am 24. November 1945 erschien die erste Ausgabe der Main-Post, die erste Tageszeitung Unterfrankens nach dem Krieg, gedruckt auf Druckmaschinen aus dem Hause Richter. Ab Oktober 1949 fungierte Karl Richter zusammen mit Michael Meisner als Verleger und Herausgeber der Main-Post und führte die Zeitung wie auch das Unternehmen Richter-Druck bis zu seinem Tode zu einem modernen Zeitungs- und Druckereiunternehmen.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Stifter[Bearbeiten]

Zusammen mit dem Unternehmer und Abgeordneten Friedrich Fick hat Richter das Würzburger Stadtmodell gestiftet.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]