Hugo von Diehl

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Hugo Joseph August Ritter von Diehl (* 21. Dezember 1821 in Würzburg; † 17. März 1883 in München) war königlich-bayerischer General der Infanterie.

Militärische Laufbahn

Diehl trat im Herbst 1832 als Zögling in das Kadettenkorps der Königlich-Bayerischen Armee ein und wurde am 11. August 1840 als Junker in das 1. Infanterie-Regiment „König“ übernommen. Nach dem er 1841 Unterleutnant geworden war, wurde er 1854 zum Hauptmann II. Klasse befördert. Ende 1859 wurder er als Hauptmann I. Klasse in den Generalmeisterstab versetzt und war Ausbilder an der Kriegsschule. Als Major war Diehl vertretungsweise Vorstand der Kriegsschule, rückte Mitte September 1862 zur Zentralstelle des Generalmeisterstabes ein und wurde am 1. Januar 1866 zum Generalstabschef beim Generalkommando München ernannt.

Kriegseinsätze

Im Krieg geben Preußen erfolgte am 21. Mai seine Ernennung zum Chef des Generalstabes der 1. Infanterie-Division. In dieser Eigenschaft nahm er an den Kämpfen bei Kissingen, Helmstadt und Roßbrunn teil, wurde Mitte August 1866 Oberstleutnant. Nach dem Krieg kehrte Diehl zunächst ins Generalkommando München zurück und kommandierte die Kriegsschule. Er unterrichtete an der neuerrichteten Kriegsakademie ab November 1867 für zwei Jahre Taktik, Kriegsgeschichte und Geschichte der Kriegskunst. Als Oberst erhielt er am 1. Februar1870 die Leitung des 14. Infanterie-Regiments „Hartmann“. Diesen Verband führte Diehl zu Beginn des Deutsch-Französischen Krieges gegen Frankreich kurzzeitig. Am 15. September 1870 beauftragte man ihn mit der Führung der 6. Infanterie-Brigade, die sich auf dem Marsch zur Belagerung von Paris befand und beförderte ihn zum Generalmajor.

Unter gleichzeitiger Beförderung zum General der Infanterie und Übertragung der Inspektion des Militär-Bildungswesens erfolgte am 16. Juni 1881 seine Ernennung zum Chef des Generalstabes der Armee. Diehl verstarb kinderlos im Alter von 62 Jahren an einer Blutvergiftung.

Künstlerische Laufbahn

Bereits während seiner aktiven Militärzeit hat sich Diehl als Maler betätigt. Mit einer Empfehlung von König Ludwig I. von Bayern war er in den Jahren 1845/1846 zur Ausbildung nach Paris beurlaubt. Sein Bild „Schlacht von Szöreg“ von 1849 befand sich in der Sammlung von Kaiser Franz Joseph I., das Werk „Erstürmung des Montmartre“ im Besitz der Königinmutter Marie von Bayern.

Ehrungen und Auszeichnungen

Siehe auch

Weblinks