Hildegard Poschet

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Hildegard Poschet an ihrem 90. Geburtstag in der Stadtbücherei Würzburg. © Anja Flicker

Hildegard Poschet (* 5. Juni 1928 in Würzburg; † 27. Juli 2018) war langjährige Leiterin der Würzburger Stadtbücherei und Gründungsmitglied der Leonhard-Frank-Gesellschaft.

Leben und Wirken

Bis 1945 besuchte sie die Peterschule, fand nach dem Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 mit der Familie in Dettelbach eine Unterkunft. An der Oberrealschule legte sie 1949 das Abitur ab und studierte anschließend im Diplomstudiengang Bibliothekswesen an Öffentlichen Bibliotheken in Stuttgart mit Praktikum in der Stadtbücherei Würzburg und Abschluss als Diplom-Bibliothekarin im Jahr 1952.

1953 begann sie ihre berufliche Tätigkeit in der Stadtbücherei Würzburg. Hier baute sie in den 1950er Jahren die Leonhard-Frank-Sammlung auf, wurde 1963 stellvertretende Leitung und 1974 Leiterin des Hauses, 1993 trat sie in den Ruhestand.

Ehrenamtliches Engagement

Sie blieb aber der Bücherei eng verbunden und war weiterhin in der Literaturvermittlung aktiv. So bot sie Vorlesestunden für Kinder und Senioren, begleitete Grundschulkinder der Adalbert-Stifter-Grundschule in der Zellerau als Lesepatin und brachte im Rahmen des Mobilen Bücherdienstes jede Woche Bücher zu den Menschen nach Hause, die nicht mehr selbst ins Falkenhaus kommen können. 2014 war sie Mitbegründerin des Förderverein der Stadtbücherei.

Ein besonderes Augenmerk legte Poschet auf den Autor Leonhard Frank, den sie selbst noch persönlich kennen lernen konnte. und mitbegründete 1982 die Leonhard-Frank-Gesellschaft, in der sie zeitlebens aktiv blieb.

Darüber hinaus war Poschet in vielen weiteren Bereichen ehrenamtlich aktiv, im Soroptimist International, Club Würzburg, bei Terre des Hommes und im Freundeskreis des Museums am Dom.

Siehe auch

Quellen