Grießmühle (Kürnach)

Aus WürzburgWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Grießmühle
Ortstyp Einöde
Gemeinde Kürnach
Landkreis Würzburg
Regierungsbezirk Unterfranken
Freistaat Bayern
Land Deutschland
Kfz-Kennzeichen
Einwohner 5
Eingemeindung 1. Januar 1978
Grießmühle in Kürnach

Die Grießmühle (auch: Untere Mühle) ist ein ehemaliger klösterlicher Wirtschaftsbetrieb an der Kürnach.

Lage[Bearbeiten]

Die Grießmühle liegt im östlichen Landkreis Würzburg im Kürnachtal und gehört zur Gemeinde Kürnach.

Namensherkunft[Bearbeiten]

Der Name kommt von dem Mahlergebnis des zugeführten Getreides als Grieß. Frühere Namen: Grünßmül, Reiche Weingartsmühle.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Mühle gehörte einst zum Kürnacher Fronhof des karolingischen adeligen Benediktinerklosters Kitzingen. Die Edelfreien Ritter von Grumbach waren 1151 die Vögte (Verwalter) dieses Klosters und brachten die Mühle an sich. 1581 nannte man diese „Grünßmül“, da sich auch die Grumbacher zeitweilig „von Grünbach“ nannten. Nach dem dramatischen Ende der Familie von Grumbach - das Adelsgeschlecht starb aus - gehörte die Mühle den Würzburger Fürstbischöfen, die sie an Würzburger Ratsherren (1604 Georg Hartmann) und wohlhabende Apotheker (1782 Witwe des Apothekers Barthel Stang) verpachtet. 1766 wurde die steinerne Kreuzigungsgruppe aufgestellt, die Mühle nannte man aufgrund der Lage in den Weinbergen zu dieser Zeit „Reiche Weingartsmühle“. 1787 war die Mühle das größte und teuerste Anwesen Kürnachs. 1848 erwarb die Familie Ringelmann die Mühle, 1966 wiederum die Familie Brenner. 1968 wurde der Mühlbetrieb eingestellt. [1]

Baubeschreibung[Bearbeiten]

Das Hauptgebäude stammt aus dem Jahr 1604 und ist ein zweigeschossiger, verputzter Massivbau mit Satteldach. Die drei flankierenden Wirtschaftsgebäude sind eingeschossige Massivbauten mit Mansardhalbwalmdächern bzw. Walmdach aus dem 18. Jahrhundert. Das Hoftor datiert aus dem 17. bzw. 18. Jahrhundert. Zugehörig ist eine Bogenbrücke über den Bach mit der Kopie einer Kreuzigungsgruppe aus Sandstein von Johann Peter Wagner von 1766 (Die Originalgruppe steht in der katholischen Pfarrkirche St. Michael (Kürnach)|St. Michael in Kürnach).

Technik[Bearbeiten]

Die Mühle verfügte über ein hölzernes oberschlächtiges Mühlrad mit sieben Meter Durchmesser. 1814 wurde der Mühlenbetrieb mit einer Dampfmaschine durchgeführt. 1931 wurde die Dampfmaschine durch eine Turbine ersetzt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

Die Karte wird geladen …
  1. Informationstafel am Radweg (Zwei Bäche Tour)